Das Nachhaltigkeitsportal der HfWU!

Mit unserem Nachhaltigkeitsportal »nap« möchten wir Sie informieren und Ihnen den Zugang zu unserer Expertise im Bereich Nachhaltige Entwicklung vereinfachen. Entdecken Sie, wie wir uns an der HfWU für eine Nachhaltigen Entwicklung (NE) engagieren.

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Menschen diskurtieren miteinander

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Hände greifen nach Kuchenstücken

Reihe: Philosophieseminar
"Das magische Viereck" ab März

Das Studium generale bietet ab März in drei Terminen die virtuelle Philosophiereihe "Das magische Viereck" durch Jochen König (M.A., Dipl.-Kfm.) an.

Ökonomie, Ökologie, Soziales, Philosophie
– Zwischen Zielkonflikt, Koexistenz und Synthese

    Die Seminare bieten folgende Themen:

    • Wie stehen diese drei Phänomene zueinander, wo entsprechen sie sich, wo verstärken sie sich sogar und wo aber widersprechen sie sich oder schließen sich gar aus? (18.03.21)
    • Was kann die Philosophie zur Reflexion über dieser „Weltproblematik“ beitragen? Was kann „der Mensch“ im Anthropozän gestalten oder korrigieren? (25.03.21)
    • Wie gelingt es, Nachhaltigkeit und Umweltschutz als attraktive Faktoren mit Appeal durch Marketing zu situieren? (15.04.21)

    Erfahren Sie mehr

    Anmeldungen erfolgen bitte bis einer Woche vor Veranstaltungsbeginn über das Anmeldeformular auf der Homepage des Studium generale.

    Minister Franz Untersteller

    Minister Franz Untersteller begrüßt den neuen Studiengang in der Auftaktveranstaltung.

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    Viele nehmen sich zum neuen Jahr gute Vorsätze vor. Eine gute Gelegenheit seine Gewohnheiten zu reflektieren und zu überdenken.

    Weiterlesen

    Kontaktieren Sie uns!

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    Blumenwiese des Versuchsgarten Nürtingen

    Nachhaltigkeit - kurz erklärt!

    Die Entwicklung und Grundlagen zu Nachhaltiger Entwicklung werden hier kurz und prägnant veranschaulicht. Gerne können die Inhalte und Quellen für Hochschularbeiten genutzt werden.

    Die HfWU-Nachhaltigkeitsdefintion

    Wir verstehen Nachhaltige Entwicklung (NE) im Sinne der UN (UN UN 1987, Rockström et al. 2009; UN 2015). Als HfWU betonen wir die Notwendigkeit, wirtschaftliche Wertschöpfung gerecht zu gestalten, die planetaren Grenzen einzuhalten und alle Menschen mitzunehmen.

    Drei Dimensionen der Nachhaltigen Entwicklung

    Nachhaltige Entwicklung ist ein Prozess und kein Zustand. Dieser Prozess entwickelt sich entlang der
    drei Zieldimensionen

    • der Ökonomie,
    • der Ökologie und
    • des Gesellschaftlich-Sozialen.

    Die drei Dimensionen werden häufig entweder als Kreisdiagramm mit drei Segmenten, als sich partiell überlappende Kreise oder als ineinander liegende Ellipsen dargestellt. Immer noch weit verbreitet ist daneben das Bild von drei gleichen Säulen, die gemeinsam das Dach der Nachhaltigen Entwicklung tragen. 

    Diese konkurrierenden Bilder drücken das Ringen um vermutete vorhandene oder zu gestaltende Beziehungen zwischen den drei Dimensionen aus. Diese Beziehungen können komplementär, konkurrierend oder bedingend sein. Letzteres drückt dabei eine vermutete, klare Hierarchie zwischen den Zieldimensionen aus. 

    Drei Säulen

    Schön und zugänglich verdeutlicht es die Notwendigkeit, alle drei Dimensionen bei einer Handlungsstrategie zu berücksichtigen. Im betrieblichen Kontext wird so gerne von der sogenannten Triple Bottom Line gesprochen. Diese dreifache Saldozeile resümiert die unternehmerische Performance anhand des finanziellen, ökologischen und gesellschaftlichen (engl. social) Überschusses, der durch das Unternehmen erzeugt wird. Dieses Berichten ist aus Sicht der nachhaltigen Entwicklung ein großer Fortschritt gegenüber einer rein finanziellen Berichterstattung. Allerdings bleibt das Verhältnis zwischen den Dimensionen weitgehend ungeklärt. Stillschweigend wird vorausgesetzt, dass der ökonomische Erfolg natürlich notwendig, aber eben auch hinreichend ist. Der ökonomische Erfolg sichert den Fortbestand der Unternehmung im Zweifel rechtlich und moralisch. Anders gesagt: Wie viel ökologischer und sozialer Überschuss muss ein Unternehmen aufweisen, um weiter legitim (moralisch gerechtfertigt) weiterbestehen zu können? Darauf gibt die Triple Bottom Line keine klare Antwort. Und auch das Bild der Säulen kommt hier an eine Grenze: Es soll ja ausdrücken, dass die drei Dimensionen gleichberechtigt sind. Allerdings reichen auch zwei oder sogar eine Säule aus, um das Dach zu tragen. Auch hängen die Säulen nicht voneinander ab, jede steht für sich. Die möglichen, komplexen Beziehungen können so nicht abgebildet werden. 

    Kreisdiagramm mit drei Segmenten

    Eine Darstellung als Kreisdiagramm mit drei Segmenten bietet deutlich bessere Möglichkeiten, die Beziehungen zwischen den Dimensionen darzustellen. Es wird deutlicher, dass die Dimensionen voneinander abhängen. Sie können sich verstärken oder hemmen. Ein klassisches Beispiel für eine Synergie ist der effizientere Ressourceneinsatz, der sowohl ökonomisch als auch ökologisch vorteilhaft ist. 

    Partiell überlappende Kreise

    Die Darstellung mit partiell überlappenden Kreisen bietet sich an, wenn Schwerpunkte der Nachhaltigen Entwicklung skizziert werden sollen. Diese entstehen an den Schnittflächen zwischen zwei Kreisen:

    • Wirtschaft und Gesellschaft bilden im Schnittpunkt eine gerechte Welt
    • Wirtschaft und Umwelt bilden eine lebensfähige Welt
    • Umwelt und Gesellschaft eine lebenswerte Welt

    Ineinander liegende Ellipsen

    Diese Darstellung betont die Bedingtheit der drei Dimensionen. In der Regel wird die Ökologie als größte Ellipse dargestellt. Innerhalb der planetary boundaries, der ökologischen Tragfähigkeit der Erde, organisiert sich die Gesellschaft. Die Wirtschaft erscheint hier nur als Subsystem der gesellschaftlichen Sphäre. Sie kann sich nur innerhalb der ökologischen und gesellschaftlichen Sphäre entfalten.

    Vergleiche auch:
    Michelsen, G., & Adomßent, M. (2014). Nachhaltige Entwicklung: Hintergründe und Zusammenhänge. In Nachhaltigkeitswissenschaften (pp. 3-59). Springer Spektrum, Berlin, Heidelberg.

    Rio de Janeiro 1992

    Auf der Konferenz für Umwelt- und Entwicklung der UN (UNCED) in Rio de Janeiro 1992 stand die Übersetzung in Handlungsverpflichtungen im Zentrum. Verpflichtete waren dabei die Nationalstaaten, die in der Folge etwa nationale Nachhaltigkeitsstrategien ausarbeiteten (in Deutschland im Jahr 2002). Nachhaltige Entwicklung ist dabei zu einem Thema für alle gesellschaftlichen Akteursgruppen wie der öffentliche Sektor (u.a. die Kommunen über die Agenda 21), die Wirtschaft, die Forschung und der Bildungssektor geworden.1

    Wegen des großen Engagements einzelner Staaten, einer besonderen Atmosphäre bei den Verhandlungen und der globalen Berichterstattung in den Medien gilt der „Erdgipfel“ von Rio als „ein zentrales Ereignis der Geschichte der Bemühungen um nachhaltige Entwicklung“.2 Konkretes Ergebnis des Gipfels waren 5 Erklärungen.

    Die Deklaration von Rio greift den Gedanken der intra- und intergenerationellen Gerechtigkeit aus dem Bericht der Brundtland-Kommission auf. Es gilt der Grundsatz, dass „das Recht auf Entwicklung so erfüllt werden muss, dass den Entwicklungs- und Umweltschutzbedürfnissen heutiger und zukünftiger Generationen in gerechter Weise entsprochen wird.“3

    Die Agenda 21 enthält ein Aktionsprogramm zur Umsetzung der Ziele. Sie ist breit angelegt und reicht von Armut und Gesundheit über Wüsten und Meer hin zu zielgruppenspezifischen Perspektiven (Frauen und Kinder etwa). Unter anderem wird Bildung und Wissenschaft als geeignetes Umsetzungsinstrument aufgeführt.4

    Weitere Dokumente betreffen das Klima, die biologische Vielfalt und die Wälder.5

    Zwar enthalten diese Dokumente keine Verpflichtungen der teilnehmenden Staaten, trotzdem wirkt die Konferenz von Rio als ein starker Impulsgeber bis heute nach.6

    __________

    1Grunwald & Kopfmüller (2012): 12. um.baden-wuerttemberg.de/fileadmin/redaktion/m-um/intern/Dateien/Dokumente/2_Presse_und_Service/Publikationen/Umwelt/Nachhaltigkeit/Leitfaden_N_-Berichte_fuer_Kommunen.pdf www.nachhaltigkeit.info/artikel/weltgipfel_rio_de_janeiro_1992_539.htm

    2Grunwald & Kopfmüller (2012): 25.

    3Grunwald & Kopfmüller (2012): 25f.

    4Grunwald & Kopfmüller (2012): 26.

    5Grunwald & Kopfmüller (2012): 26.

    6 Grunwald & Kopfmüller (2012): 26f.

    Ursprung des Begriffs "nachhaltig"

    Der englischsprachige Terminus "sustainable" wird nach Grober1 wahrscheinlich erstmals im Bericht des Club of Rome (1972) in seiner "modernen Bedeutung" verwendet. Im Deutschen findet sich der Fachbegriff "nachhaltig" nach Grober2 vermutlich bereits 1809 das erste Mal in einem Lexikon, dem "Wörterbuch der deutschen Sprache" von Campe. Grober resümiert die Begriffsgeschichte wie folgt:

    "Ob im maßgeblichen deutschen Wörterbuch von 1809 oder im bahnbrechenden Bericht von 1972 - Nachhaltigkeit erscheint in beiden Fällen als Gegenbegriff zu "Kollaps"3.

    Auch wenn die lexikalische Erfassung vermutlich erst später erfolgte, ist doch der Titel „Sylvicultura oeconomica oder Anweisung zur wilden Baumzucht“ von Hans Carl von Carlowitz (1713)4 die Quelle „des klassischen Nachhaltigkeitsbegriffs“. Carlowitz stand vor dem Problem, dass der Silberbergbau im Erzgebirge in Gefahr war, da die zur Verhüttung nötigen Waldbestände knapp wurden.5 Carlowitz bringt hier die entscheidende Begriffsdimension hinzu: Die Zeit. Es soll nicht nur "pfleglich"6 mit dem Wald umgegangen werden, sondern so, dass auch in Zukunft eine Nutzung des Waldes möglich sein wird.

    Ausgehend von der deutschen Forstwirtschaft fand der Begriff dann Eingang in die französische und englische Sprache.7

    ______________

    1 Grober, Ulrich (2013): Die Entdeckung der Nachhaltigkeit. Zur Genealogie eines Leitbegriffs. In: Enders, Judith C. und Remig, Moritz: Perspektiven nachhaltiger Entwicklung - Theorien am Scheideweg, Marburg 2013, S. 141.

    2 Grober, Ulrich (2013): 15.

    3 Grober, Ulrich (2013): 15.

    4 Carlowitz, H. C. (2000). Sylvicultura Oeconomica–oder Anweisung zur wilden Baumzucht, 1713. Reprint der TU BA Freiberg.

    5 Grober, Ulrich (2013):19.

    6 Grober, Ulrich (2013): 20.

    7 Grober, Ulrich (2013): 21.

    Nachhaltige Entwicklung

    Nachhaltige Entwicklung hat zum Ziel, dass die Menschen in der globalen Gesellschaft heute und in Zukunft gut leben können. Die Zukunft soll nicht gefährdet sein (nachhaltig) und heutige Probleme wie Armut, Wasserknappheit, Artensterben, Überschuldung und Klimawandel sollen in einer integrierten Weise angegangen werden (Entwicklung).1

    __________

    1 Vgl. Grunwald, A., & Kopfmüller, J. (2012). Nachhaltigkeit: 2. Campus Verlag, S. 11 und Heinrichs, H., & Michelsen, G. (Eds.). (2014). Nachhaltigkeitswissenschaften. Springer-Verlag, S. V f.

    Brundtland-Kommission

    Nachhaltige Entwicklung ist nach der weithin anerkannten Definition der Brundtland-Kommission eine Entwicklung, die die Bedürfnisse der gegenwärtigen Generation befriedigt, ohne die Möglichkeit zukünftiger Generationen zu gefährden, deren Bedürfnisse zu befriedigen.1 Im Mittelpunkt steht hier also der Mensch mit seinen Bedürfnissen. Man kann diese Definition der Nachhaltigen Entwicklung deswegen auch als anthropozentrisch beschreiben.

    Die sogenannte Brundtland-Kommission (UN-Kommission für Umwelt und Entwicklung) war 1983 mit dem Ziel gegründet worden, „Handlungsempfehlungen zur Erreichung einer dauerhaften Entwicklung zu erarbeiten“.2 Die Gründung fand vor dem Hintergrund zahlreicher miteinander verbundener Probleme aus dem ökologischen, gesellschaftlichen und ökonomischen Bereich statt.3

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    1[WCED] World Commission on Environment and Development, B. C. (1987). Our common future. Report of the world commission on environment and development. Hauff, V., & Commission mondiale sur l'environnement et le développement. (1987). Unsere gemeinsame Zukunft: Weltkommission für Umwelt und Entwicklung. Eggenkamp Verlag.

    2Grunwald, A., & Kopfmüller, J. (2012). Nachhaltigkeit: 2. Campus Verlag, S. 23 unter Bezugnahme auf Hauff 1987: 1 ff.

    3Grunwald & Kopfmüller (2012): 23.

    Die SDGs

    Die Sustainable Development Goals (SDGs) bauen auf den Millenium-Entwicklungszielen (Millenium Development Goals – MDGs) auf.1 Die MDGs stellen im Jahr 2000 aufgestellte Ziele für das Jahr 2015 dar. Zu Ihnen zählen etwa die Bekämpfung von extremer Armut und von Hunger, die Stärkung der Rolle der Frauen und die ökologische Nachhaltigkeit (u.a. Zugang zu sauberem Trinkwasser und Biodiversität).2

    Die SDGs stellen das Kernstück der Agenda 2030 dar. Diese ist geprägt von der Auffassung, dass sich die großen Probleme der Menschheit nur gemeinsam lösen lassen. Wirtschaftlicher Fortschritt soll im Einklang mit sozialer Gerechtigkeit und unter den Bedingungen der Begrenztheit der natürlichen Ressourcen der Erde gebildet werden.3

    Es gibt 17 SDGs mit insgesamt 169 Unterzielen.4 Das SDG 4 „Hochwertige Bildung“ enthält den auch für die Hochschulen relevanten Bezug zur Bildung für Nachhaltige Entwicklung: „Bis 2030 sicherstellen, dass alle Lernenden die notwendigen Kenntnisse und Qualifikationen zur Förderung nachhaltiger Entwicklung erwerben, unter anderem durch Bildung für nachhaltige Entwicklung und nachhaltige Lebensweisen, Menschenrechte, Geschlechtergleichstellung, eine Kultur des Friedens und der Gewaltlosigkeit, Weltbürgerschaft und die Wertschätzung kultureller Vielfalt und des Beitrags der Kultur zu nachhaltiger Entwicklung.“5

    Die SDGs können als der aktuell gültige und relevante Bezugsrahmen für eine Orientierung von Aktivitäten am Prinzip der nachhaltigen Entwicklung gelten. Produkte und Dienstleistungen aber auch die Aktivitäten der Hochschulen können entlang der SDGs an nachhaltiger Entwicklung ausgerichtet werden. So können etwa Lehrveranstaltungen und Forschungsprojekte oder auch der Betrieb der Hochschule selbst unter einem ausgewiesenen Bezug zu einzelnen Unterzielen (aus den 169) her gestaltet werden. Die Leitfrage könnte dabei lauten: Was kann eine Lehrveranstaltung oder ein Forschungsprojekt zur Erreichung bestimmter Unterziele wie beitragen?

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    1sustainabledevelopment.un.org/content/documents/1729tstissuesconceptual2.pdf

    www.un.org/millenniumgoals/bkgd.shtml

    3 www.bmz.de/de/ministerium/ziele/2030_agenda/index.html

    4 https://sustainabledevelopment.un.org/post2015/transformingourworld

    5 www.un.org/depts/german/gv-69/band3/ar69315.pdf

    Effizienz, Konsistenz und Suffizienz

    Die Definition der Brundtland-Kommission zu nachhaltiger Entwicklung (NE) ist sehr abstrakt und es ist schwierig, konkrete Handlungen daran auszurichten. Der Grund liegt darin, dass hierfür ein enormes Wissen über die Bedürfnisse heutiger und kommender Generationen und die nachhaltigkeitsrelevanten Konsequenzen der Befriedigung dieser Bedürfnisse nötig wäre. Hierzu wurden die SDGs entwickelt. Ein einzelner Entscheidungsträger (z.B. KonsumentIn oder EinzelunternehmerIn) ist hier allerdings schnell überfordert, da die Kosten der Informationsbeschaffung sehr hoch wären. Für reale Entscheidungssituationen existieren aber handlungsleitende Strategien, die operationalisierbar sind. 

    Diese drei Strategien der nachhaltigen Entwicklung sind Effizienz, Konsistenz und Suffizienz. Sie bieten Kriterien zur Beurteilung der Vorteilhaftigkeit von Handlungen im Sinne einer plausiblen Erfüllung der Brundtland-Definition an. Bevor die Strategien vorgestellt werden, ist es wichtig zu wissen, dass sie aus unterschiedlichen Zusammenhängen stammen. Dies erklärt auch, dass sie durchaus zu unterschiedlichen NE-Bewertungen desselben Sachverhaltes führen können. 

    Effizienz

    Die Effizienz ist hier zunächst der Quotient aus Output und Input eines technischen Prozesses oder konkret etwa einer Maschine. Das ökonomische Rationalprinzip verlangt eine Maximierung dieses Quotienten: Maximiere die Zielerreichung (hier: den Output) für einen gegebenen Mitteleinsatz (hier: Input). Alternativ kann auch der Input für einen gegebenen Output minimiert werden (vgl. Neus 2009: 4). Effizienzsteigerungen können dann den Ressourcenverbrauch reduzieren, ohne dass weniger von einem Gut verbraucht wird. Es ist also keine Verhaltensänderung notwendig. Allerdings kann eine effizientere Produktion zu sinkenden Preisen führen. Diese führen dann wieder zu gesteigerter Nachfrage und damit einem gesteigerten Ressourcenverbrauch. Dieses Phänomen wird Rebound-Effekt genannt. Ein Beispiel sind LED-Leuchtmittel, die wesentlich weniger Strom verbrauchen als konventionelle Glühbirnen. Dies kann dazu führen, dass vermehrt das Licht angelassen wird, weil es ja "fast nichts" kostet.  

    Konsistenz

    Wenn also Effizienz nicht aus sich heraus eine nachhaltige Entwicklung erreichen kann, muss man von der Mengenbetrachtung (Menge Input und Menge Output) zu einer Qualitätsbetrachtung kommen. Man muss also fragen, um welche Art von Input und Output es sich denn handelt (Huber 2000: 3f.). Und die industriellen Stoffkreisläufe müssen besser oder sogar vollständig in die natürlichen Stoffkreisläufe eingebettet sein (Huber 2000: 5). Praktische Bedeutung erlangt hat dieses Konzept mit dem sogenannten Cradle-to-Cradle-Ansatz. Stoffe sollen nicht von der Wiege (engl. cradle) ihren Weg zur Bahre nehmen, d.h. als Abfall enden, sondern nach Ihrer Nutzung erneut als Produktgrundstoff Verwendung finden können (Braungart, McDonough & Bollinger 2007: 1338).

    Suffizienz

    Allerdings ist fraglich, ob die Konsistenzstrategie rechtzeitig hinreichend realisiert werden kann. Innovationen für "Cradle to Cradle" benötigen Zeit  und sind in ihren Wirkungen oft noch unbekannt (Linz et al. 2002: 11). Hier liegt die Bedeutung der Strategie der Suffizienz. Beschränkungen des Stoff- und Energieumsatzes bei Produktion und Konsum sollen es ermöglichen, innerhalb der ökologischen Grenzen der Belastbarkeit der Erde zu leben (Linz et al. 2002:10). Allerdings ist fraglich, ob eine solche Veränderung der Konsumgewohnheiten gelingen kann. Linz (2015) bietet einen Einblick in die politischen Handlungsoptionen und ihre Eingriffstiefe. 

     

    Es bleibt eine offene Frage, welche Bedeutung die drei Strategien im Rahmen der nachhaltigen Entwicklung haben. Entscheidend ist dabei, welche Realisierungschancen der Konsistenz aus technologischer und der Suffizienz aus anthropologischer Sicht zugestanden werden. Effizienz alleine hingegen erscheint als notwendiges aber nicht hinreichendes Konzept. 

    Quellen und Literatur

    Ausgewählte wichtige Quellen:

    Ausgewählte wichtige Literatur:

    • Grober, U. (2013). Die Entdeckung der Nachhaltigkeit. Zur Genealogie eines Leitbegriffs. Perspektiven nachhaltiger Entwicklung–Theorien am Scheideweg, 13-25.
    • Grunwald, A., & Kopfmüller, J. (2012). Nachhaltigkeit: 2. Campus Verlag
    • Heinrichs, H., & Michelsen, G. (Eds.). (2014). Nachhaltigkeitswissenschaften. Springer-Verlag
    • Von Hauff, M. (2014). Nachhaltige Entwicklung: Grundlagen und Umsetzung. Walter de Gruyter GmbH & Co KG.
    • Hauff, V., & Commission mondiale sur l'environnement et le développement. (1987). Unsere gemeinsame Zukunft: Weltkommission für Umwelt und Entwicklung. Eggenkamp Verlag 
    • Huber, J. (2000). Industrielle Ökologie: Konsistenz, Effizienz und Suffizienz in zyklusanalytischer Betrachtung.
      nbn-resolving.org/urn:nbn:de:0168-ssoar-121622
    • Braungart, M., McDonough, W., & Bollinger, A. (2007). Cradle-to-cradle design: creating healthy emissions–a strategy for eco-effective product and system design. Journal of cleaner production, 15(13-14), 1337-1348. Link
    • Linz, M., Bartelmus, P., Hennicke, P., Jungkeit, R., Sachs, W., Scherhorn, G., ... & von Winterfeld, U. (2002). Von nichts zu viel: Suffizienz gehört zur Zukunftsfähigkeit. Über ein Arbeitsvorhaben des Wuppertal Instituts (No. 125). Wuppertal papers. 
      https://www.econstor.eu/bitstream/10419/49129/1/360102816.pdf 
    • Linz, M. (2015). Suffizienz als politische Praxis: ein Katalog (No. 49). Wuppertal Spezial, Wuppertal Institut für Klima, Umwelt und Energie.
      https://epub.wupperinst.org/frontdoor/deliver/index/docId/5735/file/WS49.pdf
    Verschneite Schneelandschaft

    Tipps & Tricks für einen nachhaltigen Alltag

    Umweltschutz und Nachhaltige Entwicklung gehen jeden etwas an. Meistens reichen schon kleine Veränderungen im Alltag, für einen nachhaltigeren Konsum. Wir haben für Sie eine Auswahl an Informationen und Tipps zusammengefasst.

    Mit diesen Tipps und Informationen können Sie einen Beitrag zur Nachhaltigen Entwicklung zu leisten.

    Nachhaltig durch Herbst und Winter

    Regionale Gemüse- und Obstsorten haben nun Saison. Äpfel, Birnen, verschiedene Kürbis- und Kohlsorten sind überall verfügbar. Ein Saisonkalender gibt Auskunft über die heimischen Sorten. Unser Tipp: Es gibt verschiedene Services, die "unperfektes" (Bio-) Obst und Gemüse, die für den regulären Handel nicht der Norm entsprechen, liefern.

    Einen einfachen und effektiven Raumduft können Sie sich ganz schnell selbst machen: Spicken Sie eine Orange rundherum mit Nelken und platzieren Sie die Orange auf Tannenzweigen. Verzierungen und Mustern sind keine Grenzen gesetzt.

    Für Igel waren die letzten warmen Winter eine Herausforderung. Sie wachen aus dem Winterschlaf sogar auf und da es klimawandelbedingt immer weniger Insekten gibt, finden Igel nur schwer Nahrung. Helfen können wir indem wir ihnen Unterkünfte aus Laub- oder Bretterhaufen bieten und Nahrung aus Katzenfutter und Ei bereitstellen (BUND Naturschutz München (Hrsg.) 2020).

    Zuhause

    Im eigenen Heim gibt es viele Möglichkeiten und Kniffe Nachhaltigkeit zu integrieren.

    • Es gibt mittlerweile viele Alternativen zu Plastikprodukten, wie Zahnbürsten aus Bambus, feste Shampoos ohne Plastikverpackung aus natürlichen Rohstoffen, Bienenwachstücher oder Yogamatten aus Recyclingmaterial.
    • Putzmittel können auch ganz einfach selbst hergestellt werden. Meistens reichen für den üblichen Hausputz Soda, Essig, Zitronensäure und Natron. Dabei sind die Mittel billiger als konventionelle Produkte und man spart Plastikmüll (Flately, A. 2020).
    • Handtücher und andere Kochwäsche werden auch bei 60 Grad hygienisch rein. Mit heutigen Waschmitteln wird Kleidung auch bei maximal 40 C° sauber und fleckenfrei.
    • Für brauchbare Kleidung gibt es in so gut wie jeder Stadt soziale Einrichtungen (DRK, AWO etc.), die Kleiderspenden annehmen oder eben Apps zum Verkauf gebrauchter Kleidung. Abgetragene Kleidungsstücke eignen sich immer noch als Kissenbezüge, Einstecktücher, wiederverwendbare Wattepads oder als Putzlappen.

    Ernährung

    Wir sind es gewohnt zu jeder Zeit im Supermarkt Tomaten und Erdbeeren kaufen zu können. Auch viele andere frische Lebensmittel sind immer verfügbar. Das beständige Angebot fördert aber die Treibhausgasemissionen durch monatelange Lagerungen, Heizkosten für Treibhäuser und den Transport um die ganze Welt enorm. Das Beispiel Tomaten zeigt, bei konventionell angebauten Tomaten aus dem Gewächshaus entsteht 250 Mal mehr Kohlenstoffdioxid (9.300 Gramm CO2 pro 1kg Tomate) als bei regionalen und saisonalen Bio-Tomaten (35g CO2/kg) (Justus-Liebig-Universität, 2015).

    Unser Tipp: Von der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung gibt eine Saisonkalender-App für regionale und importierte Obst- und Gemüsesorten.

    Übrigens: Im Jahr werden pro Kopf circa 75 Kilogramm Lebensmittel im Privathaushalt entsorgt. Dabei können davon knapp die Hälfte vermieden werden. Allgemein entstehen im Privathaushalt 52 Prozent aller weggeworfenen Lebensmittel (Thünen-Institut (Hrsg.) 2019).

    Unser Tipp: Vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft gibt es eine Koch-App mit mehr als 700 Rezepten für übrig gebliebene Lebensmittel.

    Digitalisierung

    Durch die Digitalisierung können wir in der Corona-Zeit dank Plattformen in Kontakt stehen und Vorlesungen weiterhin "besuchen". Dadurch sparen wir zudem den Druck und Papierverbrauch für Skripte ein. Video-Streaming macht dabei schon 80% des Datenvolumens aus (UBA, 2019). ABER: Jährlich werden bereits 33 Millionen Tonnen Kohlenstoffdioxid durch das Internet und internetfähige Geräte in Deutschland verursacht. Tendenz steigend (Klumpp, 2018).

    Stichwort Suffizienz: Streaming ist nur dann nachhaltig, wenn sich der Konsum im Rahmen hält. Denn die vielen Flatrate-Angebote, erhöhen die Nutzungsrate und dadurch den CO2-Ausstoß.

    Unsere Tipps:

    • CO2-Emissionen und Strom einsparen durch Herunterladen von Playlists, Serien oder Filmen, die mehrmals genutzt werden.
    • Adblocker aktivieren und somit stromfressende Werbungen vermeiden.
    • Das E-Mail-Postfach regelmäßig von Altlasten und Newslettern befreien und Rechenleistung einsparen.
    • Suchanfragen gering halten und grüne Suchmaschinen verwenden.

    Mobilität

    Mit mehr als 54% sind Pkw und Krafträder am Energieverbrauch im Verkehr verantwortlich. Mit etwa einem Viertel ist der Flugverkehr betroffen. Allerdings werden durch den Verkehr nicht nur Treibhausgasemissionen verbraucht, sondern auch Lärm und der Ausstoß von Kunststoffpartikel verursacht sowie Flächen in Anspruch genommen (UBA, BMVI (Hrsg.) 2020).

    Übrigens: Mit einem Home Office-Tag in der Woche bei nur 25% der Arbeitnehmer in Deutschland, könnten pro Jahr 10,9 Milliarden Personenkilometer und somit 1,6 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente eingespart werden (Büttner, Breitkreuz; Greenpeace (Hrsg.) 2020).

    Tourismus

    Tourismus verursacht in vielen Bereich der Umwelt negative Auswirkungen. So werden bei An- und Abreise klimaschädliche Emissionen ausgestoßen, Unterkünfte nehmen große Flächen in Anspruch (Bodenversiegelung) und Freizeitaktivitäten wie Wanderungen und  greifen in die Biodiversität ein (Augsbach, G. 2020; UBA (Hrsg.) 2020). Und der Andrang wächst: Innerhalb von zehn Jahren (2006 bis 2016) hat sich die Zahl der touristischen Übernachtungen in Deutschland von 351 Millionen auf 447 Millionn erhöht (BMWi (Hrsg.) 2017).

    Unsere Tipps für sanften Tourismus:

    • Möglichst wenig auf die Natur einwirken und ihr schaden. Die Natur freut sich über Achtsamkeit und Rücksichtnahme.
    • Viele Hotels und Unterkünfte besitzen Sozial- oder Umweltsiegel.
    • Urlaub in der Heimat! Man muss nicht mit dem Flugzeug oder Kreuzfahrtschiff verreisen, innerhalb Deutschlands lohnt es sich mit Bus und Bahn zu reisen.

    Quellen

    BUND Naturschutz München (Hrsg.) 2020: https://bn-muenchen.de/bund-naturschutz-gibt-tipps-zum-igelschutz-so-klappt-der-winterschlaf/

    UBA (Hrsg.) 2020: https://www.umweltbundesamt.de/presse/pressemitteilungen/verpackungsverbrauch-2018-weiter-gestiegen

    Bundesregierung (Hrsg.) 2020: https://www.bundesregierung.de/breg-de/aktuelles/muell-zu-weihnachten-vermeiden-1701764

    PEFC (Hrdg.) o.J.: https://pefc.de/fur-waldbesitzer/weihnachtsbaumkulturen/

    Japanisches Umweltministerium (Hrsg.) o.J.: http://www.env.go.jp/en/focus/attach/060403-5.html

    Deutsches CleanTech Institut (DCTI) (Hrsg.) 2015: http://www.dcti.de/fileadmin/pdfs_dcti/DCTI_Studien/Studie_Klimafreundlich_Einkaufen_WEB.pdf

    Thünen-Institut (Hrsg.) 2019: https://www.lebensmittelwertschaetzen.de/fileadmin/Thuenen_Baseline/Nationale_Strategie/Baseline_bf.pdf

    Regionale Netzstellen Nachhaltigkeitsstrategien (Hrsg.) 2015: https://www.nachhaltiger-warenkorb.de/themen/bio-aus-uebersee-pruefen/

    Lisa Büttner, Anna Breitkreuz; Greenpeace (Hrsg.) 2020: https://www.greenpeace.de/sites/www.greenpeace.de/files/publications/2020-08-19_gpd_homeofficestudie_deutsch.pdf

    Umweltbundesamt (Hrsg.) 2019: https://www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/376/publikationen/uba_fachbroschuere_digitalisierung_nachhaltig_gestalten_0.pdf

    Umweltbundesamt, Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (Hrsg.) 2020: https://www.umweltbundesamt.de/daten/verkehr/umweltbelastungen-durch-verkehr#undefined

    Klumpp, Dietmar 2018: https://www.swr.de/odysso/oekobilanz-des-internets/-/id=1046894/did=21791748/nid=1046894/1jsu4be/index.html

    Annika Flately 2020: https://utopia.de/ratgeber/hausmittel-putzmittel-waschmittel/

    Gabriel Augsbach 2020: Tourismus und Nachhaltigkeit.

    Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) (Hrsg.) 2017: https://www.bmwi.de/Redaktion/DE/Publikationen/Tourismus/tourismuspolitischer-bericht.pdf?__blob=publicationFile&v=28

    Umweltbundesamt (UBA) (Hrsg.) 2020: https://www.umweltbundesamt.de/themen/wirtschaft-konsum/nachhaltiger-tourismus#bedeutung-des-tourismus

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    Videos zur Nachhaltigkeit

    Falls Sie nicht nur über unsere Projekte lesen möchten, stehen Ihnen hier auch Videos zu unterschiedlichen Nachhaltigkeitsprojekten zur Verfügung!

    The new digital platform at Nürtingen-Geislingen University (NGU) that aims to activate and inspire our national and international students.

    Durch das breite Angebot an Studiengängen, Fachmodulen, Seminaren und Veranstaltungen, haben alle Studierenden der HfWU die Möglichkeit die Vielfalt Nachhaltiger Entwicklung kennenzulernen. Förderung und Unterstützung erfahren sie durch die vielseitigen Kompetenzen der Professor*Innen, Dozent*Innen und Lehrbeauftragten.

    Studierende präsentieren

    Nachhaltigkeit in der Lehre

    Die Lehre ist für die HfWU Mittel um unsere Studierende für Nachhaltigkeit zu begeistern.

    Nachhaltige Entwicklung im Studium

    Themen der Nachhaltigen Entwicklung sind auf breiter Basis in die Curricula integriert. Die HfWU hat sich zum langfristigen Ziel gesetzt, durch das breit gefächerte Lehrangebot ihre Studierenden zu zukunftsfähigen Denken und verantwortungsvollen Handeln zu befähigen. Aufgrund der inhaltlichen Breite über Professuren und Studiengänge hinweg sind alle drei Dimensionen der Nachhaltigen Entwicklung fachlich vertreten.

    Basis für die besondere Integration von Themen der Nachhaltigen Entwicklung ist die gezielte Berufungspolitik und Neuausrichtung von Professuren für Nachhaltige Entwicklung in allen Fakultäten (seit 2012):

    • Ökologie insbesondere Siedlungsökologie;
    • Nachhaltige Agrar- und Ernährungswirtschaft;
    • Betriebswirtschaftslehre, insbesondere nachhaltiges Management, Marketing;
    • Automobilwirtschaft, insbesondere nachhaltige Mobilität.

    HfWU-Module

    Den Studierenden stehen in jedem Semester die HfWU-Module zur Verfügung. Durch diese studienübegreifenden Lehrveranstaltungen erwerben die Studierenden interdisziplinäre und berufsqualifizierende soziale Kompetenzen. Jedes HfWU-Modul besitzt den Hintergrund der Nachhaltigen Entwicklung in unterschiedlichen Facetten. Die Studierenden können durch die Module zudem ECTS erwerben und erhalten nach Abschluss einer Prüfung ein gesondertes Zertifikat.

    Die studienübergreifende HfWU-Module für das Wintersemester 2020/21:

    • 900-002: Präsenz- und Online-Kurs Landscape, Democracy and the European Union
      Dr. Ellen Fetzer/Dr. Michael Roth
    • 900-004: Digital Transformation
      Prof. Dr. Sebastian Fiedler
    • 900-005: Philosophie, Ethik und Nachhaltigkeit
      Prof. Johannes Junker
    • 900-007: Social Innovation (nur im SoSe)
      Dr. Ellen Fetzer/Prof. Dr. Dirk Funck
    • 900-008: Start Up Lessons
      Prof. Dr. Christian Arndt
    • 900-009: Innovation for Sustainability (wird Coronabedingt im WiSe 2020/21 nicht angeboten)
      Prof. Dr. Christian Arndt

    Programm für die studienübergreifenden HfWU-Module im Wintersemester 20/21

    Die siebzehn Ziele für Nachhaltige Entwicklung der UN

    Der Preis für Nachhaltige Entwicklung der HfWU

    Jedes Jahr vergibt das ZNE den Nachhaltigkeitspreis für studentische Arbeiten.

    Um Studierende und Absolvent:innen zu fördern, die einen praktischen Beitrag zur Nachhaltigen Entwicklung leisten, vergibt das Zentrum für Nachhaltige Entwicklung jedes Jahr den Nachhaltigkeitspreis mit einem Preisgeld von 1.000 Euro!

    Welche Abschlussarbeiten?

    Teilnehmen können alle Studierenden und Absolventen der Hochschule Nürtingen-Geislingen. 

    Folgende Bedingungen sollten eingereichte Arbeiten möglichst weitgehend erfüllen:

    • Sie sind von sehr guter wissenschaftlicher Qualität.
    • Sie fokussieren aktuelle Probleme nachhaltiger Entwicklung.
    • Sie adressieren alle Dimensionen nachhaltiger Entwicklung.
    • Sie erarbeiten praxisnahe Lösungen.
    • Sie reflektieren Wertfragen und die ethische Dimension nachhaltiger Entwicklung.

    Weitere formelle Voraussetzungen:

    • Der Abschluss der Arbeit darf zum Zeitpunkt der Bewerbung nicht länger als zwei Jahre zurückliegen.
    • Die Arbeit muss abschließend begutachtet sein.
    • Die Verleihung des Förderpreises ist auch für eine Arbeit, die von mehreren Personen verfasst wurde, möglich.
    • Arbeiten, die nicht zur Veröffentlichungfreigegeben sind (z.B. mit Sperrvermerk), sind vom Förderpreis ausgenommen.

    Bewerbung

    Wenn Sie sich für den Preis bewerben möchten, reichen Sie bitte folgende Unterlagen vollständig beim Zentrum für Nachhaltige Entwicklung (ZNE) ein:

    • ein Bewerbungsschreiben, das die Eignung der Arbeit für den Preis begründet
    • ein gedrucktes und ein elektronischen Exemplar (.pdf) der Arbeit
    • eine einseitige Zusammenfassung
    • eine Empfehlung des Betreuers/der Betreuerin der Arbeit

    Bewerbungsschluss ist jeweils im April.

    Der Abschluss der Arbeit darf zum Zeitpunkt der Bewerbung nicht länger als zwei Jahre zurückliegen. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

    Begutachtung und Auswahlgremium

    Die eingereichten Arbeiten werden geprüft und bei entsprechender Eignung von einem/einer GutachterIn, i.d.R. ein Mitglied aus dem Beirat des ZNE, begutachtet. Eine Vorauswahl durch das ZNE-Team ist dabei möglich. Ein Auswahlgremium, i.d.R. bestehend aus dem Beirat, dem ZNE-Team und ggf. weiteren Personen, trifft schließlich die Auswahl über die/den PreisträgerIn.

    Preisvergabe

    Die Preisvergabe erfolgt in der Regel bei der Erstsemesterbegrüßung zum Wintersemester (im Oktober) in Nürtingen. Eine Teilnahme der PreisträgerInnen an dieser Veranstaltung wird vorausgesetzt.

    Informationen zur Bewerbung für den Nachhaltigkeitspreis der HfWU in einer Datei:

    Förderbestimmungen Nachhaltigkeitspreis der HfWU

    Finanzierung

    Der Nachhaltigkeitspreis der HfWU (Höhe des Preisgeldes: 1.000 €) wird finanziert durch die Winfried-Böhler Umweltstiftung.

     

    Preisträgerinnen und Preisträger

    Preisträgerinnen und Preisträger des Nachhaltigkeitspreises (früher »Umweltpreis«)

    2019:
    Caren Huckle und Jessica Stehle: Vision Oben - Rund um die Bayernkaserne

    2018:
    Daniela Schrader: Suffizienz im und durch Tourismus – Gestaltungsmöglichkeiten einer Tourismustransformation durch Produzenten und Konsumenten touristischer Leistungen

    2017:
    Rosalie Schmon (1. Preis): Betrachtung der Auswirkungen von Unternehmensinitiativen im nachhaltigen Kakaoanbau
    Daniel Schulz (2. Preis): Optimierungsansätze für den IT-basierten Wissensaustausch in einem Großkonzern als Unterstützung zur Erreichung des internen Klimaschutzziels

    2016:
    Franziska Bäker (geb. Steigenberger): Finanzierungsmöglichkeiten von Landschaftspflege und Naturschutz durch den Tourismus am Beispiel des Biosphärengebietes Schwäbische Alb

    2015:
    Amelie Schmidt: Proportion of People Living below Poverty Line as one indicator of Sustainable Social Development in India

    2014:
    Felix Bühler (1. Preis): Argumente und naturethische Implikationen in der Windenergiedebatte
    Teresa Bachmann (2. Preis): Konflikte und Handlungsempfehlungen beim Ausbau der Windenergie in Baden-Württemberg

    2013:
    Oliver Grob (1. Preis): Grüne Technologien und Social Banking als ›Megatrends‹ im Kontext der Nachhaltigen Entwicklung
    Lea Renz (2. Preis): Roadmapping als Instrument der strategischen Technologiefrühaufklärung mit speziellem Fokus auf Nachhaltigkeitsaspekte

    2012:
    Désirée Frei: Die gerechte Verteilung von Infrastrukturlasten am Beispiel der regenerativen Energieversorgung - eine Analyse basierend auf der Gerechtigkeitstheorie von John Rawls

    2011:
    Yvonne Jaksch: Anpassungsstrategien der deutschen Landwirtschaft an den Klimawandel
    Carina Vetterolf: Die Implementierung des Nachhaltigkeitsgedankens in die Unternehmenskultur

    2010:
    Tommy Piemonte: Funktionsweise des Emissionszertifikatehandels. In Theorie unter umweltökonomischer Betrachtung und am Praxisbeispiel des EU-Emissionshandelssystems

    2009:
    Marietta Funke: Survey of community based fish management schemes in two districts of Northern Laos
    Ruben Hahn: Umweltfreundliche Logistikimmobilien. Wirtschaftlichkeit alternativer Formen der Energiegewinnung und -einsparung in Logistikimmobilien am Beispiel der Schenker Deutschland AG
    Andre Cacilo: Die Wechselwirkungen von Corporate Social Responsibility und Konsumentenverhalten: Untersuchungen aus der Perspektive der Integrativen Wirtschaftsethik

    2008:
    Saskia Wiedemann: Turley-Barracks Mannheim - Machbarkeitsstudie zur Nachnutzung einer ehemals militärischen Liegenschaft

    2007:
    Metke Lilienthal: Modellregion Schwäbische Alb. Wegweiser nachhaltiger Tourismusentwicklung: Ein Indikatorensystem für das geplante Biosphärengebiet
    Anne Rulle: Landschaftsmarketing am Beispiel des Donauradwanderwegs im Alb-Donau-Kreis 

    2006:
    Nicole Menzel: Wandertourismus im Ba Be Nationalpark Viet Nam: Beitrag zu einer nachhaltigen Entwicklung?
    Künna Ute Eva Himpel: Windenergie und Landschaftsschutz: Die Ausweisung von Windenergiestandorten in der Regionalplanung

    2005:
    Heiko Potschkay: Umweltrelevante Auswirkungen von Windkraftanlagen. Eine Analyse und Bewertung des Verfahrens zur Ausweisung von Vorranggebieten für Windkraftanlagen in der Teilfortschreibung des Regionalplanes Stuttgart

    2004:
    Stefanie Fauter: Untersuchung eines Biobauernhofes in Bezug auf produktionsintegrierte Umweltschutzmaßnahmen

    2003:
    Dietmar Backes: Mit dem Fahrrad für den Umweltschutz: Beschreibung, Analyse und Auswertung von Umweltradtouren. Drei Beispiele aus dem Jahr 2002
    Swen Michael Reiche: Kostenmanagement mit der Flusskostenrechnung. Die Flusskostenrechnung als Ansatz zur Erweiterung der betrieblichen Abfallbilanz

    2002:
    Markus Knödler: Agenda 21 für Kinder und Jugendliche

    Campus Hauber, Gebäude CI10

    Ethikum

    Neben den HfWU-Modulen werden noch weitere Veranstaltungen zu Nachhaltiger Entwicklung und Ethik angeboten.

    Jeder Studierende einer Hochschule für angewandte Wissenschaften in Baden-Württemberg, also auch HfWU-Studierende, hat die Möglichkeit ein Ethik-Zertifikat zu erwerben. Das Referat für Technik- und Wissenschaftsethik (rtwe) setzt dabei die Anforderung, dass der Studierende im Laufe seiner Studienzeit mindestens drei Lehrveranstaltungen aus dem Themenfeld Ethik und nachhaltige Entwicklung besucht und diese jeweils mit einer benoteten Leistung abschließt.

    Weitere Informationen für interessierte Studierende finden Sie auf der HfWU-Webseite.

    Für die Studierenden werden außerdem noch Onlineseminare des rtwe angeboten. Die erworbenen Scheine können dem Ethikum angerechnet werden.

    Professorinnen und Professoren, Studierende und wissenschaftliche Mitarbeitende forschen in verschiedenen Bereichen der Nachhaltigen Entwicklung. Darunter arbeiten wir transdisziplinär und übergreifend an ökologischen, sozialen und wirtschaftlichen Dimensionen.

    Wir freuen uns auch über Ihre Beiträge an nap[at]hfwu.de!

    Zwei Personen vor einer Pinnwand sprechen über Nachhaltige Entwicklung

    Nachhaltigkeitsforschung

    An der HfWU werden diverse Forschungsprojekte mit Nachhaltigkeitshintergrund realisiert. Hier finden Sie eine Auswahl interessanter Projekte.

    Ihr Projekt fehlt? Eine kurze Anleitung zur Veröffentlichung Ihres Projekts haben wir für Sie hier bereitgestellt.

    Ihr Forschungsprojekt

    Gerne präsentieren wir Ihr Projekt an dieser Stelle! Nachfolgend sind Kriterien für die Veröffentlichung aufgelistet.

    • Beziehen Sie Ihr Forschungsprojekt auf mindestens ein Unterziel der UN Sustainable Development Goals (SDGs).
    • Benennen Sie Titel, Ansprechtpartner, Projektlaufzeit und Förderung des Projekts.
    • Beschreiben Sie Ihr Projekt in max. 800 Zeichen, fügen Sie ein passendes Bild (750 × 500 Pixel), Grafik, Tabelle o.ä. sowie einen Link zur Projekthomepage ein.

    Schreiben Sie uns unter nap@hfwu.de oder über das Kontaktformular am Anfang dieser Website und wir lassen Ihnen ein Template zukommen, das Sie uns ausgefüllt zurückschicken. Anschließend veröffentlichen wir Ihr Forschungsprojekt auf unserem Nachhaltigkeitsportal!

     

    Eine Person präsentiert vor Publikum, Ansicht durch eine Kamera

    Forschungskolloqium Nachhaltige Entwicklung (FKNE)

    Nachhaltige Entwicklung ist ein zentraler Bestandteil des Profils der HfWU!

    Um die Forschung zur Nachhaltigen Entwicklung an der HfWU noch bekannter zu machen und die Forschenden besser miteinander zu vernetzen, richtet das Zentrum für Nachhaltige Entwicklung (ZNE) seit dem Wintersemester 2016/2017 das Forschungskolloquium Nachhaltige Entwicklung - FKNE an der HfWU aus!

    Im Stile eines „Brown-Bag Seminars“, das einen Mittagsimbiss mit wissenschaftlichen Vorträgen verbindet, präsentieren und diskutieren Forschende der HfWU ihre laufenden oder abgeschlossenen Forschungsvorhaben. Eingeladen sind Professorinnen und Professoren, wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und Studierende. Die Kolloquien beginnen stets mit einem Fachvortrag von ca. 20 Minuten, 40 Minuten stehen dann zum Diskutieren und Vernetzen zur Verfügung. Das Forschungskolloquium fungiert damit als wichtiger Katalysator für den Austausch, für die Diskussion und für die Weiterentwicklung der Nachhaltigkeitsforschung in den einzelnen Instituten und Fakultäten der HfWU.

    Das Forschungskolloquium Nachhaltige Entwicklung findet i.d.R. dienstags von 13:00 - 14:00 Uhr statt. Die Termine werden i.d.R. im MLab (Campus Innenstadt, Hechinger Str. 12 in Nürtingen) abgehalten.

    Auf Wunsch organisieren wir auch eine Video-Übertragung an den Standort Geislingen.

    Ansprechpartner: ZNE (Prof. Dr. Christian Arndt)

    Die spannenden Themen aus den vergangenen Kolloquien:

     

     

    Transfer bedeutet für uns Informationen und Wissen nach außen in die Gesellschaft zu tragen. An der HfWU werden unterschiedliche Transfer- und Bildungsprojekte zum Thema (Bildung für) Nachhaltige Entwicklung durchgeführt. Hier gibt es Raum, um Ihre Projekte und auch Ihre Geschichten über Nachhaltigkeit zu veröffentlichen und kommunizieren.

    Studierende stehen hintereinander

    Transfer- und Bildungsprojekte

    An der HfWU führen wir verschiedene Projekte im Bereich Nachhaltige Entwicklung durch. Wir freuen uns auch über Ihren Beitrag!

    Hier werden einige Transfer- und Bildungsprojekte der HfWU aufgelistet.

    Ihr Transferprojekt

    Möchten auch Sie Ihr Transferprojekt hier sichtbar machen? Dann folgen Sie unserer Checkliste für Poster von Transfer- und Bildungsprojekte:

    • Hat Ihr Transferprojekt Bezug zu Nachhaltiger Entwicklung?
    • Kann dem Projekt zudem eins oder mehrere der 17 Ziele für Nachhaltige Entwicklung (SDGs) zugeordnet werden?
    • Kann der Inhalt Ihres Projekts ein Poster befüllen?
    • Enthält der Inhalt alle notwendigen Informationen für den Leser?
    • Befüllen des Posters inkl. Bilder.
    • Abschicken des vollständigen Posters an nap@hfwu.de.

    Orientieren Sie sich dabei gerne auch an den vorhanden Projektbeiträgen.

    Leerer Hörsaal Campus Haube CI10

    Studium generale

    Das Studium generale öffnet - digital - wieder seine Pforten und bietet in diesem Semester virtuelle Veranstaltungen an.

    Mit dem Studium generale lädt die HfWU nicht nur ihre Studierenden, sondern auch alle Bürgerinnen und Bürger an den Standorten Nürtingen und Geislingen zu sich ein! Mit unseren kostenfreien Angeboten möchten wir Hochschulleben und Kulturangebot an unseren Standorten bereichern. Im Sinne des humanistischen Bildungsideals möchten wir relevante Forschungsergebnisse aus verschiedenen Fachrichtungen vermitteln, aktuelle Herausforderungen diskutieren und Impulse für eine nachhaltige Entwicklung setzen. Wir wollen interdisziplinäres Denken fördern und Kompetenzen hinsichtlich Berufs- und Gesellschaftsfähigkeit stärken. Diskutieren Sie mit uns und namenhaften Experten gesellschaftliche und nachhaltigkeitsrelevante Fragestellungen der Gegenwarts- und Zukunftsgestaltung. Die musikalischen Talente von Hochschulangehörigen und Freunde der HfWU laden wir übrigens zur Mitwirkung in unseren Hochschulensembles ein!

    Eine Frau schreibt etwas auf einen Notizblock

    Storytelling

    Erzählen Sie uns Ihre Geschichte! Woher rührt Ihr Engagement für Nachhaltige Entwicklung?

    Was war Ihr ausschlaggebender Moment, um sich für Nachhaltigkeit stark zu machen? Was ist Ihre Geschichte?

      Projekt "More future"

      Die folgenden Stories wurden im Rahmen des Projekts "More future - Erzähl uns Deine Zukunft" erstellt. Die Studierenden, Schülerinnen und Schüler befassten sich mit ihrer Vorstellung der Zukunft in Bezug auf Nachhaltigkeit.

      Martina Bauer - Woher kommt unser Essen

      Alexander Puskarev - Ende des Papiers

      Lisa Rauch - Das System

      Romy Gansohr - Zurück zur Natur

      Jona Böhm - Schneller Wandel

      Anonymer Autor - Nachhaltig Handeln

      Ihre Story auf der nap

      Möchten auch Sie Ihre Story zum Thema Nachhaltige Entwicklung auf dem Nachhaltigkeitsportal veröffentlichen? Folgend haben wir für Sie eine kurze Anleitung für eine aussagekräftige und spannende Story bereitgestellt. Wir freuen uns darauf!

      • Sie haben eine Story zum Thema Nachhaltige Entwicklung zu erzählen?
      • Ist Ihre Story nachvollziehbar, minimaltistisch und verständlich?
      • Ist maximal eine DIN A4-Seite lang?
      • Haben Sie ein passendes Bild oder Foto zu Ihrer Story?
      • Schicken Sie Ihre Story an nap@hfwu.de und warten unsere Rückmeldung ab.
      Verhandelnde

      Klimaplanspiel

      Die HfWU fördert das Nachhaltigkeitsbewusstsein seiner Studierenden von Anfang an. Mittels Simulationen werden in der Erstsemesterwoche die neuen Studierenden in die Thematik von Globalisierung und Klimawandel in einem Planspiel eingeführt.

      Faszination Klimasimulation World Climate

      In einem Rollenspiel vertreten die Studierenden Diplomaten verschiedener Weltregionen bei einer internationalen Klimaverhandlung. Die Delegierten sollen ein optimales Ergebnis für ihre Weltregion und die Welt verhandeln. Die Wirksamkeit der verhandelten Maßnahmen werden anhand eines Klimasimulators überprüft. Die Studierenden erfahren und erkennen die Dringlichkeit von raschem und umfassendem Handeln sowie die Zusammenhänge aus globalen Interessen und der Dynamik des physikalischen Systems.

      Notizzettel an einer Wand

      Transferstrategie

      Entsprechend der Forschungsschwerpunkte der HfWU findet der Transfer insbesondere in den Themenbereichen „Wirtschaft und Management“, „Stadtentwicklung, Landnutzung und Mobilität“ sowie im Bereich „Kunst- und Theatertherapie“ statt.

      Die Transferstrategie der HfWU baut auf dem Profil und Selbstverständnis der HfWU als Modellhochschule für Nachhaltige Entwicklung auf, setzt an den gesellschaftspolitischen Rahmenbedingungen, den Besonderheiten der Region und ihrer bestehenden internen Transferstruktur als Ausgangssituation an. Sie beschreibt Transferverständnis, Ziele und Maßnahmenbündel mit Ressourcenzuteilung zur Erreichung ihrer Transferziele. Sie wird ständig fortentwickelt und wird in jeweils ihrer aktuellsten Version hier veröffentlicht.

      Kooperationen

      Sie möchten hier sichtbar sein? Schreiben Sie uns eine E-Mail an nap@hfwu.de oder nutzen Sie das Kontaktformular unter "Kontaktieren Sie uns!" am Anfang der Website.

      Die HfWU setzt ihr Selbstverständnis in allen nachhaltigkeitsrelevanten Handlungsfeldern* um: Governance, Lehre, Forschung, Transfer, Betrieb und Berichterstattung. Im Bereich der Leitung (Governance) steuert das Prorektorat Forschung und Lehre den Gesamtprozess der nachhaltigen Entwicklung an der HfWU.

      Auf dem Weg zur Nachhaltigkeit übernimmt die HfWU eine Vorreiterrolle. In diesen Prozess beziehen wir alle Akteure innerhalb und außerhalb der Hochschule ein.

      • Unser Name ist Programm: In Lehre, Forschung und Transfer verbinden wir systematisch Wirtschafts- und Umweltthemen.
      • Unsere Studierenden lernen konsequent Nachhaltigkeitsbelange bei der Bearbeitung aktueller Fragen zu berücksichtigen.
      • Wir sehen Vielfalt als wertvolles Potential.

      * Diese Aufteilung folgt der Struktur des HOCHN - Projekts.

      Campus Innenstadt in Nürtingen, Gebäude CI1

      Nachhaltige Entwicklung an der HfWU

      Wie auch andere gesellschaftlichen Akteure sind Hochschulen gefordert, sich den Herausforderungen einer Nachhaltigen Entwicklung zu stellen. Um dies zu bewerkstelligen, befassen sich Beteiligte aus allen Fachgebieten der HfWU mit Prozessen und Bedingungen der Transformation.

      Arbeitskreis Nachhaltige Entwicklung

      Die Prorektorin beruft regelmäßig den "Arbeitskreis Nachhaltige Entwicklung" (AKN) ein. Der AKN hat die Wesentlichkeitsanalyse durchgeführt und arbeitet an der HfWU-Nachhaltigkeitsstrategie. Professorinnen, Professoren und Mitarbeitende der HfWU bilden den Arbeitskreis Nachhaltige Entwicklung.

      Wesentlichkeitsanalyse

      Um Herauszufinden welche Nachhaltigkeitsthemen für die HfWU die wichtigsten sind, starteten wir im Jahr 2018 eine Wesentlichkeitsanalyse. In einem umfangreichen Prozess wurden für die Erhebung der Wesentlichkeitsanalyse, unsere Anspruchsgruppen in persönlichen Interviews und Online-Umfragen befragt. Zu diesen Anspruchsgruppen gehören sowohl interne Hochschulangehörige wie Studierende, Mitarbeitende, Professor:innen und Lehrbeauftragte, als auch externe Stakeholder wie Ministerien, die Gemeindeverwaltung, Schulleiter:innen und Lehrer:innen, andere Hochschulen und Unternehmen. Die Motivation eine solche Wesentlichkeitsanalyse durchzuführen, ist zu verstehen, welche konkreten Nachhaltigkeitsanforderungen unser Umfeld an uns stellt. Zusätzlich möchten wir uns durch die Analyse langfristig nachhaltig positionieren und ausrichten. Auf Basis der Ergebnisse aus der Wesentlichkeitsanalyse wird momentan auch die Nachhaltigkeitsstrategie der HfWU entwickelt.

      Gesundheitsmanagement und Weiterbildung

      Die HfWU bietet all ihren Beschäftigten regelmäßig Weiterbildungskurse für EDV-Einsatz, Persönlichkeitsentwicklung und Fremdsprachen sowie Gesundheitskurse an den Standorten Nürtingen und Geislingen (Steige) an.

      Studierende in der Bibliothek

      Forschung & Lehre

      Der HfWU strebt als Lehr- und Forschungsinstitution danach, das Leitbild der Nachhaltigen Entwicklung in Lehre und Forschung aller Fachbereiche zu verankern und einen Austausch zwischen den verschiedenen Fachdisziplinen zu fördern:

      • Im Rahmen von Forschungsprojekten werden verschiedene Fragestellungen aus dem Bereich Nachhaltigkeit bearbeitet. Dabei werden oftmals Grenzen zwischen den Disziplinen sowie zwischen Theorie und Praxis überschritten (Inter- und Transdiziplinarität).
      • Für Studierende bietet die HfWU werden verschiedene Zusatzqualifikationen an, die das Thema Nachhaltigkeit aufgreifen. Beispielsweise hat unser Studium generale einen Schwerpunkt in der Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE). Dieser wird stetig ausgebaut.
      • Die HfWU bietet regelmäßig öffentliche Veranstaltungen an, die unter anderem auch Themen der Nachhaltigen Entwicklung aufgreifen.
      • Das Zentrum für Nachhaltige Entwicklung - ZNE der HfWU (ehemals KoWU) wurde mehrfach als Projekt der UN Dekade Bildung für Nachhaltige Entwicklung ausgezeichnet.
      • Die HfWU ist Mitglied im BNE-Hochschulnetzwerk Baden-Württemberg sowie im HNE-Netzwerk der staatlichen angewandten Hochschulen Baden-Württembergs

      Wie klassische Unternehmen verursachen auch Hochschulen direkte und indirekte Umweltauswirkungen. Um diese so gering wie möglich zu halten und die Umweltleistung stetig zu verbessern, ist die HfWU seit 2013 EMAS zertifiziert und veröffentlich in regelmäßigen Abständen Umwelterklärungen.

      Recyclingabfalleimer

      Umweltmanagement und EMAS

      EMAS (Eco-Management and Audit Scheme) ist ein System des Umweltmanagements. Es beruht auf der EG-Öko-Audit Verordnung (EMAS) 1221/2009 der EU.

      Die Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen (HfWU) bekennt sich zu einem integrierten Umweltschutz, der an den Ursachen ansetzt und alle Auswirkungen auf die Umwelt in die Entscheidungen der Hochschule einbezieht. Ziele sind der sparsame Einsatz der Ressourcen und ein schonender Umgang mit den natürlichen Lebensgrundlagen. Die HfWU verpflichtet sich zur Einhaltung der geltenden rechtlichen Forderungen. Sie setzt sich für die Umsetzung aktueller umwelttechnischer Standards ein, vor allem in den Bereichen Stromverbrauch, Gebäudeheizung, Emissionen, Wasser, Entsorgung und Beschaffung.

      Weitere Informationen zum EMAS und Umweltmanagement an der HfWU

       

      Elektroauto vor einem HfWU-Gebäude, Nürtingen

      Umweltleistungen der HfWU

      Zur Verbesserung der Leistung entwickelt die HfWU in ihrem Umweltprogramm Ziele und Maßnahmen.

      Die HfWU setzt sich in ihrem Umweltprogramm übergeordnete und einzelne Ziele zur kontinuierlichen Verbesserung ihrer Umweltleistung. Durch die Implementierung von geeigneten Maßnahmen sollen diese Ziele erreicht werden. Die Maßnahmen können sowohl in einem bestimmten Zeitraum verwirklicht werdern, als auch fortlaufend bestehen.

      Die aktuelle Umwelterklärung 2020 inklusive des Umweltprogramms finden Sie hier.

      Wer wir sind

      Das Zentrum für Nachhaltige Entiwcklung - kurz: ZNE - besteht seit März 2018 als fakultätsübergreifende, wissenschaftliche Einrichtung an der HfWU und entstand aus der früheren Koordinationsstelle für Wirtschaft und Umwelt (KoWU). Wir sind Ansprechpartner für ProfessorInnen, Mitarbeitende und Studierende, aber auch für externe Personen, die sich für Nachhaltige Entwicklung an der HfWU interessieren.

      Wir? Das ist unser interdisziplinäres Team, das sich mit jeder Dimension der Nachhaltigkeit befasst.

      Sie haben eine tolle Idee für ein Projekt mit Bezug zur Nachhaltigen Entwicklung? Sie möchten Ihr spannendes Projekt zum Thema Nachhaltigkeit sichtbar machen? Hier haben Sie die Möglichkeit an uns zu wenden! Wir unterstützen Sie dabei Ihre Projektidee umzusetzen oder Ihr abgeschlossenes Projekt auf dem HfWU-Nachhaltigkeitsportal zu veröffentlichen!

      Wir sind immer auf der Suche nach studentischen Hilfskräften. Bewerbungen sind jederzeit willkommen.

       

      Hier finden Sie uns:

      Zentrum für Nachhaltige Entwicklung (ZNE)

      Marktstraße 16

      72622 Nürtingen

      Tel.: +49 7022 201-487

      E-Mail: nap@hfwu.de

      Internet: www.hfwu.de/ZNE