Tipps & Tricks für einen nachhaltigen Alltag

Umweltschutz und Nachhaltige Entwicklung gehen jede*n etwas an - heute und morgen. Meistens reichen schon kleine Veränderungen im Alltag, für einen nachhaltigeren Konsum. Wir haben für Sie eine Reihe an Informationen und Tipps für verschiedene Lebensbereiche zusammengefasst.

Ein kleiner Bach

Tipps & Tricks für den Herbst

Die Tage werden kürzer, Bäume verlieren ihre Blätter. Zeit den Laubbläser aus dem Schuppen zu holen und das ganze Laub in die Biotonne zu stopfen. Oder nicht? Wir stellen euch ein paar Tipps für einen nachhaltigen Herbst vor.

Leckereien aus der Herbstküche

Wenn es draußen wieder kälter wird, können endlich die wärmenden Herbstrezepte ausgepackt werden! Auch in den kälteren Jahreszeiten gibt es viele Obst- und Gemüsesorten, die Saison haben. Vieles davon kann auch selbst gesammelt werden!

Feldsalat mit Birnen

Feldsalat mit Birnen
Klein aber oho! Wozu importierte Gemüsesorten einkaufen, die kilometerweite Transportwege hinter sich haben, wenn eine der gesündesten Salatsorten direkt vor unserer Tür wächst?
Feldsalat wächst als einzige Salatsorte in Deutschland vor allem in den Herbst- und Wintermonaten, hat einen der höchsten Eisengehalte von allen Gemüse- und Kräutersorten und enthält doppelt so viel Vitamin C wie ein Salatkopf. Durch seinen mild-nussigen Eigengeschmack schmeckt er besonders gut in Kombination mit gebratenen Birnen und Walnüssen.

Zutaten
150g Feldsalat
1 Handvoll Wallnüsse
1 Birne
2 EL Agavendicksaft
2 EL Senf
2 EL Walnüsse
Öl + Essig + frische Kräuter + Salz + Pfeffer

Zubereitung
1. Feldsalat waschen und abtropfen lassen.
2. Öl, Essig, Kräuter, Salz, Pfeffer, 2 EL Agavendicksaft und 2 EL Senf zu einer Vinaigrette verarbeiten.
3. Birnen in Spalten schneiden und in einer Pfanne mit etwas Öl anbraten.
4. Salat mit Birnen und Walnüsse anrichten.

Kürbissuppe

Kürbissuppe
Egal ob als Vorspeise oder Hauptspeise, Kürbissuppe schmeckt nach Herbst: Cremig, heiß und würzig. Sie lässt sich mit verschiedenen Kürbissorten zubereiten. Besonders eignen sich Hokkaidokürbisse, die sogar mit Schale verwendet werden können. Unverzichtbar ist jedoch ein großes, sehr scharfes Messer, da das Fleisch sehr hart sein kann. Abwechslung schaffen die verschiedensten Variationsmöglichkeiten bei Gewürzen und weiteren Zutaten. So kann sie beispielsweise mit Pesto, Apfelmus, Mangos oder Chili verfeinert werden. Da ist garantiert für jeden Geschmack etwas dabei. Worauf wartest du noch? Auf geht’s, schwing' den Kochlöffel!

Zutaten
1kg Hokkaido-Kürbis
5 Möhren
1 Zwiebel
1 Stück Ingwer
1 Liter Gemüsebrühe
500ml Kokosmilch
Kürbiskernöl + Sojasoße + Zitronensaft + Salz + Pfeffer

Zubereitung
1. Kürbis, Möhren, Ingwer und Zwiebel schälen und würfeln und in Öl andünsten.
2. Mit der Brühe aufgießen und in etwa 15 Minuten weich kochen.
3. Sehr fein pürieren, eventuell durch ein Sieb streichen.
4. Die Kokosmilch unterrühren, mit Salz, Pfeffer, Sojasauce und Zitronensaft abschmecken.

Applecrumble

Applecrumble
Der Herbst, der Herbst, der Herbst ist da,
Er bringt uns Obst, hei hussassa!
Macht die Blätter bunter,
Wirft die Äpfel runter.
Heia hussassa, der Herbst ist da!

Herbstzeit ist Erntezeit. Wenn die Blätter von den Bäumen fallen und die dicke Jacke aus dem Schrank geholt wird, ist es Zeit für die Apfelernte. Ein warmer Applecrumble, frisch aus dem Ofen wäre da doch ein perfekter Nachtisch für kalte Herbsttage.

Zutaten
2 Äpfel
100g Margarine/pflanzliche Butter
100g Zucker
1 Pck. Vanillezucker
300g Mehl

Zubereitung
1. Äpfel in Spalten schneiden.
2. Butter, Zucker, Mehl und Vanillezucker verkneten.
3. Eine Auflaufform mit den Äpfeln auslegen.
4. Streusel formen und darüber geben.
5. Im vorgeheizten Ofen bei 180 Grad ca. 20 Minuten backen.

Nistkästen und Vögel füttern

Einige heimische Vögel ziehen nicht in den Süden, sondern überwintern in Deutschland. Sie freuen sich über kleine Nistkästen und Vogelfutter. Nistkästen kann man ganz einfach selber bauen, zum Beispiel bei einem gemütlichen WG-Abend. Eine Anleitung gibt es hier auf der Seite des NABU: https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/voegel/helfen/nistkaesten/index.html
Auch Informationen, wie Vögel richtig gefüttert werden findet ihr auf der Seite des NABU: https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/voegel/helfen/vogelfuetterung/index.html

Saisonales Obst und Gemüse aus der Umgebung

Viele leckere Obst- und Gemüsesorten könnt ihr im Herbst kostenlos in der Natur sammeln. Schaut doch mal nach, ob in der Umgebung eine geführte Pilzwanderung angeboten wird oder geht mit einem Pilzbuch selbst los. Gesammelte Pilze (nur so viel wie man selbst verzehrt!) könnt ihr bei ausgewählten Stellen (z.B. Verbraucherzentrale) überprüfen lassen.
Auch Äpfel und Birnen gibt es in der Umgebung in Hülle und Fülle. Die Aktion „Gelbes Band“ hilft euch, Bäume zu erkennen, die beerntet werden dürfen. Seht ihr einen Baum mit gelbem Band, dürft ihr euch kostenlos bedienen. Auch auf der Seite Mundraub.org findet ihr alle frei zugänglichen Nussbäume, Obstbäume und -sträucher in der Region. Schnapp dir eine/n Freund*in, packt euch Jutebeutel ein und zaubert nach dem sammeln ein leckeres Applecrumble.

 

Bunter Herbst-Spaziergang

Wenn die Blätter an den Bäumen bunter werden, ist es doch umso schöner, einen Wanderausflug zu machen. Ob ausgiebiger Spaziergang am Wochenende oder kleiner Spaziergang in der Mittagspause, um den Kopf frei zu bekommen – Hauptsache raus in die Natur und frische Luft schnappen!

Besonders entlang des Albtraufs gibt es schöne Wanderwege, die auch gut mit den öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar sind. Eine Sammlung an Wandertipps in der Umgebung findet ihr demnächst hier.

Mit Handschuhen und Mütze ist auch der Weg zur Vorlesung mit dem Fahrrad schön erfrischend – beugt der Plätzchen-Figur im Winter vor und schont gleichzeitig die Umwelt.

Garten und Balkon winterfest machen

Wenn die letzten Sommerblumen verblüht sind, wird es Zeit den Garten oder Balkon winterfest zu machen. Es gibt viele leckere Kohlarten und Wintersalate, die auch in den kalten Monaten angepflanzt werden können. Dazu gehören zum Beispiel Feldsalat und Mangold.
Lasst bei euren Aufräumarbeiten unbedingt Laubhaufen liegen! Diese sind für viele Tiere wie Igel und Insekten eine wichtige Überwinterungshilfe.

Deko aus der Natur

Schaut euch beim nächsten Herbstspaziergang doch nach schöner Deko aus der Natur um. Zapfen, Nüsse, Hagebuttenzweige und getrocknete Blätter bringen euch den Herbst schöner ins Haus, als jede gekaufte Dekoration (aus Plastik). So wechselen auch jedes Jahr die Dekoartikel Zuhause und bringen Abwechslung.
Besonders mit Kindern kann man an einem Bastelnachmittag mit Kastanien und Zahnstochern schöne Figuren basteln.

Zerhackte Kastanien

Zuhause

Im eigenen Heim gibt es einige Möglichkeiten und Kniffe um Nachhaltigkeit zu integrieren. Wir zeigen euch ein paar davon und wie ihr diese umsetzen könnt.

Alternativprodukte

Es gibt mittlerweile viele Alternativen zu Plastikprodukten, wie Zahnbürsten aus Bambus, feste Shampoos ohne Plastikverpackung aus natürlichen Rohstoffen, Bienenwachstücher oder Yogamatten aus Recyclingmaterial.

Haushalt

  • Putzmittel können auch ganz einfach selbst hergestellt werden. Meistens reichen für den üblichen Hausputz Soda, Essig, Zitronensäure und Natron. Dabei sind die Mittel billiger als konventionelle Produkte und man spart Plastikmüll (Flately, A. 2020). Rezepte findet ihr weiter unten!
  • Handtücher und andere Kochwäsche werden auch bei 60 Grad hygienisch rein. Mit heutigen Waschmitteln wird Kleidung auch bei bis zu 40 C° sauber und fleckenfrei.

Kleidung

Es gibt in der Textilbranche unterschiedliche Nachhaltigkeits-Siegel mit Schwerpunkten auf Umwelt und/oder Sozialem. Unter anderem sind die GOTS- und OEKO-Tex Siegel, Ecocert und der Blaue Engel im Bereich des Umweltschutzes bekannt. Hingegen legen Naturland Textil, Fairtrade und Fair Wear Foundation besonders Wert auf den sozialen und menschenrechtlichen Aspekt. Die Anzahl an Siegeln im Textilbereich ist aber weitaus höher.

Weniger ist mehr: An qualitativ hochwertiger, meist aber auch teurere, zertifizierte Kleidung hat man länger Freude, als an billiger, minderwertiger Kleidung. Diese geht schneller kaputt oder verzieht sich beim Waschen eher. Die Umwelt wird es Ihnen danken.

Für brauchbare aber nicht mehr gewollte Kleidung gibt es in so gut wie jeder Stadt soziale Einrichtungen (DRK, AWO etc.), die Kleiderspenden annehmen, oder man verkauft seine gebrauchte Kleidung in Seconhandshops oder über die gängigen Apps. Abgetragene Kleidungsstücke eignen sich immer noch als Kissenbezüge, Einstecktücher, wiederverwendbare Wattepads oder als Putzlappen.

Wurmkiste für die Küche

Es wurden reichlich die Ernte aus dem Garten oder vom Balkon eingekocht und für den Winter haltbar gemacht? Der Biomüll quillt schon wieder über und einen Kompost gibt es nicht? Eine Möglichkeit seinem Bioabfall eine "zweite Chance" zu geben ist die Wurmkiste. Hier werden Rohkostabfälle (Schalen, Kerne etc.) in eine Kiste, in der viele Regenwürmer leben, gegeben. Die Regenwürmer esse und verdauen die Abfälle und so entsteht nährstoffreiche Erde, die als Kompost verwendet werden kann.
Anleitungen für verschiedene Modelle in unterschiedlichen Größen gibt es überall im Internet zu finden.

Rezepte für Naturkosmetik

Deocreme

Deocreme
Festes Deo gibt es immer häufiger zu kaufen. Um Geld zu sparen, kannst du mit nur wenigen Zutaten ganz einfach ein Deo mit deinem Lieblingsduft herstellen!

Zutaten
3 EL Kokosöl
2 EL Natron
1 EL Stärke
3-5 Tropfen ätherisches Öl (nach Belieben)

Zubereitung
1. Erwärme gegebenenfalls das Kokosöl, damit es eine weiche Konsistenz bekommt.
2. Gebe alle Zutaten in eine kleine Schüssel und verrühre sie mit einem kleinen Schneebesen oder einer Gabel miteinander.
3. Fülle das fertige Gemisch in ein kleines Schraubglas.

Anwendung
Entnehme eine erbsengroße Menge der Creme mit dem Finger und verstreiche sie unter der Achselhöhle. Die Deocreme hält sich etwa 4 Monate bei Raumtemperatur.

Mundspülung

Mundspülung
Es lohnt sich, auch Mundspülung selber zu machen. So weißt du ganz genau was drin steckt und die Mundspülung steht einer gekauften Variante in nichts nach!

Zutaten
250ml lauwarmes Wasser
1 EL Xylitol
1 TL Natron
5 Tropfen Pfefferminzöl

Zubereitung
1. Gebe alle Zutaten in eine Schraubflasche.
2. Schüttle die Flasche, bis sich die Zutaten im Wasser aufgelöst haben.

Anwendung
Spüle morgens und abends nach dem Zähneputzen für 30 Sekunden deinen Mund mit einem kleinen Schluck, danach ausspucken. Die Mundspülung hält sich etwa 1 Monat bei Raumtemperatur.

Roggenmehlshampoo

Roggenmehlshampoo
Es mag zunächst komisch klingen, sich mit Mehl die Haare zu waschen, doch es klappt ganz wunderbar! Somit sparst du nicht nur Verpackungsmüll, sondern auch Geld! Das Shampoo reinigt und pflegt schonend die Kopfhaut und Haarlängen.

Zutaten
2 EL Roggenmehl (andere Mehlsorten eignen sich nicht)
2 EL Wasser

Zubereitung
Gebe das Mehl und das Wasser in eine kleine Schüssel und verrühre es so lange, bis keine Klümpchen mehr enthalten sind.

Anwendung
Verteile das Gemisch wie gewöhnliches Shampoo gut in deinen Haaren und lasse es für etwa 2 Minuten einwirken. Wasche deine Haare anschließend gründlich aus. Das Shampoo hält sich nur wenige Stunden, wende es bestenfalls direkt nach der Zubereitung an.

Kaffeepeeling

Kaffeepeeling
Das Kaffeepeeling ist eine tolle Möglichkeit, Kaffeesatz wiederzuverwenden und Plastikmüll zu sparen. Der feinkörnige Kaffeesatz entfernt alte Hautschüppchen und das Öl pflegt deine Haut zusätzlich.

Zutaten
2 EL Kaffeesatz
1/2 TL flüssiges Kokosöl oder Olivenöl

Zubereitung
1. Trockne den Kaffeesatz auf einem Geschirrtuch.
2. Gebe den Kaffeesatz und das Öl in eine kleine Schüssel und verrühre es so lange, bis es sich gut verbunden hat.

Anwendung
Gebe nach dem Duschen ein wenig von dem Peeling in deine nassen Hände und massiere es in kreisenden Bewegungen auf deinen Körper. Lasse es kurz einwirken und wasche es anschließend mit warmem Wasser ab. Das Peeling hält sich etwa 2 Tage im Kühlschrank.

Rezepte für Haus- und Reinigungsmittel

Waschmittel

Aus gehackten Kastanien lässt sich wunderbar ein natürliches Waschmittel herstellen. Die darin enthaltenen Saponine (lat. sapo = Seife) reinigen die Wäsche auf natürliche Weise. Die selbst hergestellte Waschflüssigkeit hält sich knapp eine Woche im Kühlschrank. Wer genügend Kastanien sammelt, kann das ganze Jahr über Waschmittel selbst machen. Dann hackt sie und lasst sie gut trocknen. So könnt ihr die Flüssigkeit bei Bedarf gut selbst machen.

Zutaten
6 bis 8 Kastanien
250ml Wasser

Zubereitung
1. Kastanien hacken und über Nacht oder mindestens 2 Stunden in 250 ml Wasser einweichen.
2. Die seifige Flüssigkeit abseihen und die Kastanien auffangen.
3. Die Flüssigkeit ins Waschmittelfach geben und los waschen. Tipp: Gebe 1 bis 2 TL Natron zur Wäsche, um die Waschkraft zu erhöhen.
4. Die übrig gebliebenen Kastanien trocknen lassen und zwei bis dreimal wiederverwenden.
Die Wäsche ist nach dem Waschen geruchsneutral.

Für Eilige: Die gehackten Kastanien fünf Minuten lang im Wasser köcheln lassen und den Sud abseihen. Dann sofort den Sud verwenden.

Mückenspray

Mückenspray
Wer kennt nicht den unangenehmen Geruch von Mückenspray, der im Sommer häufig in der Luft liegt. Mit diesem Rezept kannst du dein eigenes Mückenspray mit einem angenehmen zitronigen Geruch herstellen. Für viele Insekten und Zecken wirkt dieser Geruch abschreckend.

Zutaten
100 ml Wasser
4 EL Alkohol
3-5 Tropfen ätherisches Öl Citronella
3-5 Tropfen ätherisches Öl Zitroneneukalyptus

Zubereitung
1. Vermenge in einer Sprayflasche den Alkohol mit den ätherischen Ölen.
2. Fülle die Flasche mit dem Wasser auf.

Anwendung
Versprühe das Spray gleichmäßig auf deiner Haut oder in einem Raum. Das Mückenspray hält sich etwa drei Monate bei Zimmertemperatur in einer verschlossenen Flasche.

Weichspüler

Weichspüler
Dieser Weichspüler macht nicht nur deine Wäsche kuschelweich, sondern entkalkt gleichzeitig deine Waschmaschine und entfernt unangenehme Gerüche.

Zutaten
5-10 EL Essigessenz
5-10 EL Wasser

Zubereitung
Vermische die Essigessenz und das Wasser in einem Schraubglas und lagere es verschlossen bei Zimmertemperatur.

Anwendung
Gebe das Gemisch beim nächsten Waschgang in das Weichspülerfach. Möchtest du den Weichspüler direkt anwenden, kannst du den Essig und das Wasser auch ohne es zuvor zu mischen in das Weichspülerfach geben. Möchtest du eine größere Menge herstellen, achte darauf, dass das Verhältnis etwa 1:1 ist. Der fertige Weichspüler hält sich etwa 1 Jahr bei Zimmertemperatur in einer verschlossenen Flasche.

Glasreiniger

Glasreiniger
Um wieder freie Sicht zu haben kannst du mit diesem Rezept ganz einfach Glasreiniger selbst herstellen.

Zutaten
200ml destilliertes oder kalkarmes Wasser
10ml Spiritus
3 TL Apfelessig
(leere, alte) Sprühflasche

Zubereitung
Gebe alle Zutaten in eine leere Sprühflasche und schüttle sie ein wenig, damit sie sich vermengen.

Anwendung
Sprühe etwas von dem Glasreiniger auf die verschmutzte Glasfläche und wische mit einem feuchten Lappen nach. Der Glasreiniger hält sich etwa 1 Jahr bei Zimmertemperatur in einer verschlossenen Flasche.

Rohrreiniger

Rohrreiniger
Statt aggressivem Rohrreiniger kannst du auch diesen Reiniger aus natürlichen Zutaten verwenden.

Zutaten
2 EL Natron
3 EL Essigessenz

Anwendung
Gebe das Natron in den verstopften Abfluss und schütte den Essig hinterher, sodass sich Schaum bildet. Lasse es etwa 20 Minuten einwirken. Spüle anschließend mit heißem Wasser nach.

Gemüse im wiederverwendbaren Netz

Essen & Trinken

Regionalität, Saisonalität, Eigenanbau - nachhaltige Ernährung liegt im (langfristigen) Trend. Lies hier wie Du Nachhaltigkeit im alltäglichen Lebensmittelumgang einbringen kannst.

Saisonalität & Regionalität

Wir sind es gewohnt zu jeder Zeit im Supermarkt Tomaten und Erdbeeren kaufen zu können. Auch viele andere frische Lebensmittel sind immer verfügbar. Das beständige Angebot fördert aber die Treibhausgasemissionen durch monatelange Lagerungen, Heizkosten für Treibhäuser und den Transport um die ganze Welt enorm. Das Beispiel Tomaten zeigt, bei konventionell angebauten Tomaten aus dem Gewächshaus entsteht 250 Mal mehr Kohlenstoffdioxid (9.300 Gramm CO2 pro 1kg Tomate) als bei regionalen und saisonalen Bio-Tomaten (35g CO2/kg) (Justus-Liebig-Universität, 2015).

Unser Tipp: Von der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung gibt es eine Saisonkalender-App für regionale und importierte Obst- und Gemüsesorten.

Lebensmittelverschwendung

Im Jahr werden pro Kopf circa 75 Kilogramm Lebensmittel im Privathaushalt entsorgt. Dabei können davon knapp die Hälfte vermieden werden. Allgemein entstehen im Privathaushalt 52 Prozent aller weggeworfenen Lebensmittel (Thünen-Institut (Hrsg.) 2019).

Unser Tipp: Vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft gibt es eine Koch-App mit mehr als 700 Rezepten für übrig gebliebene Lebensmittel.

Hundefutter aus Insekten

Herkömmliches Hundefutter beinhaltet meist tierisches Protein. Hunde sind jedoch nicht auf tierisches Protein angewiesen, sondern können die benötigten Aminosäuren auch aus Insekten oder Pflanzen gewinnen. Neben hochwertigen Proteinen stecken Insekten auch voller Vitamine und gesunder Fette. Da Insekten hypoallergen sind, lösen sie außerdem nur selten allergische Reaktionen aus und gelten als gut verträglich (Ofrieda (Hrsg.) o.J.).

Unverpacktes Einkaufen

Der Unverpackt Verband hat einen Leitfaden zum unverpackten Einkaufen herausgebracht. Für Neulinge und Menschen, die sich (noch) nicht getraut haben unverpackt einzukaufen, ist der Leitfaden ein idealer Einstieg und Begleiter für die ersten Einkäufe. Der Leitfaden soll die Hemmnisse für einen nachhaltigen und müllfreien Einkauf für Verbraucher:innen reduzieren, den Plastikeintrag minimieren und klärt über die alternativen Verpackungsmöglichkeiten und -mythen auf.

Rezepte

Frischer Rohkostsalat

Frischer Rohkostsalat
Besonders mit einer Küchenmaschine ist dieser Salat im Handumdrehen zubereitet. Der Apfel verleiht dem Salat eine besonders leckere Note. Die Kerne enthalten gesunde Fette, wichtige Ballaststoffe und sind eine pflanzliche Eiweißquelle.

Zutaten
300-500g Karotten/Kohl/Rote Beete
1 Apfel
1/2 TL Meerrettich
Essig
Olivenöl
Salz, Pfeffer
Optional: Sonnenblumenkerne/Kürbiskerne

Zubereitung
1. Gemüse und den Apfel reiben oder mithilfe einer Küchenmaschine zerkleinern.
2. Mit Meerrettich, Essig, Öl, Salz und Pfeffer abschmecken.
3. Optional: Kerne untermischen.

Gemüsesuppe

Gemüsesuppe
Für die Suppe eignen sich so gut wie alle Gemüsesorten. Je nach Saison kannst du sie im Sommer mit Paprika oder Zucchini, im Herbst und Winter mit Pastinaken oder Kürbis oder einfach nur mit Kartoffeln zubereiten.

Zutaten
1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
500g Gemüse (z.B. Kartoffeln/Karotten/Pastinaken/Kürbis/Paprika/Zucchini)
500ml Gemüsebrühe
200ml Hafersahne
Öl
Salz, Pfeffer
Paprikapulver, Chilipulver, Ingwerpulver, Kräuter

Zubereitung
1. Zwiebel und Knoblauch klein hacken, in einen großen Topf geben und in etwas Öl andünsten.
2. Gemüse klein schneiden, in den Topf geben und für 5 Minuten mitbraten.
3. Gemüsebrühe und Hafersahne dazugeben und für ca. 30 Minuten köcheln lassen.
4. Mit einem Pürierstab pürieren und mit Salz, Pfeffer und weiteren Gewürzen abschmecken.

Ofengemüse mit Dip

Ofengemüse mit Dip
Auch wenn dein Gemüse schon ein paar Tage rumliegt, ist das kein Grund es wegzuwerfen, du kannst daraus noch eine leckere Mahlzeit zaubern. Je nach Saison können verschiedene Gemüsesorten verwendet werden.

Zutaten
500g Gemüse (z.B. Kartoffeln/Süßkartoffeln/Karotten/Pastinaken/Kürbis/Paprika/Rote Beete/Zucchini/Aubergine)
5 EL Tahin
2 TL Olivenöl
1/2 Knoblauchzehe
1 EL Zitronensaft
Pfeffer, Salz
Olivenöl
Currypulver, Paprikapulver, Chilipulver

Zubereitung
1. Ofen auf 200° Ober-/Unterhitze vorheizen.
2. Gemüse klein schneiden und auf einem mit Backpapier ausgelegten Blech verteilen.
3. In einer kleinen Schüssel 5 EL Öl, Salz, Pfeffer und nach Geschmack Curry-, Paprika- und Chilipulver verrühren und über das Gemüse geben.
4. Im Ofen 20-30 Minuten backen.
5. Für den Dip den Knoblauch pressen und mit Tahin und Öl in einer kleinen Schüssel vermengen und mit Salz, Pfeffer und Zitronensaft abschmecken.

Bananeneis

Bananeneis
Vor allem wenn ihr bei Foodsharing mitmacht, kennt ihr wahrscheinlich das Phänomen, dass es besonders im Sommer kiloweise Bananen gibt. Wenn ihr kein Bananenbrot mehr sehen könnt, könnt ihr um die Bananen möglichst schnell zu verwerten, im Handumdrehen ein leckeres, cremiges Baneneneis herstellen.

Zutaten
5 sehr reife Bananen
4 EL Haferdrink
1 EL Zucker/Agavendicksaft
Nach Geschmack: 3 EL Kakaopulver/Handvoll Beeren/

Zubereitung
1. Bananen schälen, in Scheiben schneiden und über Nacht oder länger einfrieren.
2. Zehn Minuten antauen lassen und mit einem Pürierstab oder in einem Mixer mit den restlichen Zutaten pürieren, bis eine cremige Masse entsteht.

Landschaft mit See und Hügel

Freizeit

Wie können wir uns in unserer Freizeit nachhaltig verhalten? Erfahre hier mehr über nachhaltigen bzw. sanften Tourimus sowie zum Thema Sport.

Tourismus

Tourismus verursacht in vielen Bereich der Umwelt negative Auswirkungen. So werden bei An- und Abreise klimaschädliche Emissionen ausgestoßen, Unterkünfte nehmen große Flächen in Anspruch (Bodenversiegelung) und Freizeitaktivitäten wie Wanderungen und  greifen in die Biodiversität ein (Augsbach, G. 2020; UBA (Hrsg.) 2020). Und der Andrang wächst: Innerhalb von zehn Jahren (2006 bis 2016) hat sich die Zahl der touristischen Übernachtungen in Deutschland von 351 Millionen auf 447 Millionn erhöht (BMWi (Hrsg.) 2017).

Unsere Tipps für sanften Tourismus:

  • Möglichst wenig auf die Natur einwirken und ihr schaden. Die Natur freut sich über Achtsamkeit und Rücksichtnahme.
  • Viele Hotels und Unterkünfte besitzen Sozial- oder Umweltsiegel. Halte danach Ausschau.
  • Urlaub in der Heimat! Man muss nicht mit dem Flugzeug oder Kreuzfahrtschiff verreisen, innerhalb Deutschlands lohnt es sich mit Bus und Bahn zu reisen - und neue Gebiete kennenzulernen. Gerade in der heutigen Zeit entdecken Menschen unbekannte und schöne Orte in der eigenen Umgebung.

Sport

Die Fitnessstudios und Trainingsräume sind geschlossen, Laufgruppen dürfen sich nicht treffen und Sport im Verein ist auch nicht möglich. Um der Einöde des Lockdowns zu entgehen, kann Sport uns dennoch unterstützen. Ob Zuhause vor dem Fernseher oder alleine in der Natur, selbst beim Sport gibt es eine große Auswahl an nachhaltigen Produkten. Zertifizierungen von beispielsweise GOTS oder OEKO-TEX stehen für nachhaltige Textilien und Yogazubehör aus recycelten Materialien oder Fairtrade-Sportbälle sind nachhaltige Alternativen zu den üblichen Sportartikeln. Wer besonderen Wert auf Klimaschutz legt, sollte auf Waren, deren Wertschöpfungskette in Deutschland und der EU liegt, zurückgreifen.

Engagement

Gerade in Zeiten von Corona zeigt sich die Bedeutung von freiwilligen Engagement. Menschen gehen für ihre älteren Nachbar:innen einkaufen, Helfer:innen unterstützen in Impfzentren und Gesundheitsämtern.
Auch in der Nachhaltigkeit werden großartige Projekte von Ehrenamtlichen gestemmt. In Nürtingen können sich Bürger:innen beispielsweise bei den Nürtinger Gemeinschaftsgärten oder bei »Jugend bewegt« einbringen. Studierende der HfWU sind eingeladen, bei studentischen Initiativen wie der StuNa (MS Teams-Code: psl22tz) oder CARS student consulting e.V. mitzuwirken.

Computer mit Kabel

Digitalisierung

Durch die Digitalisierung können wir in der Corona-Zeit dank Plattformen in Kontakt stehen und Vorlesungen weiterhin "besuchen". Dadurch sparen wir zudem den Druck und Papierverbrauch für Skripte ein. Infos über die Umweltauswirkungen von Digitalisierung findest Du hier.

Durch die Nutzung des Internets verbrauchen wir Rechenleistung und Datenvolumen. 80% des Datenvolumens verschleißt das Video-Streaming (UBA, 2019). Jährlich werden bereits 33 Millionen Tonnen Kohlenstoffdioxid durch das Internet und internetfähige Geräte in Deutschland verursacht. Tendenz steigend (Klumpp, 2018).

Stichwort Suffizienz: Streaming ist nur dann nachhaltig, wenn sich der Konsum im Rahmen hält. Denn die vielen Flatrate-Angebote, erhöhen die Nutzungsrate und dadurch den CO2-Ausstoß.

Unsere Tipps:

  • CO2-Emissionen und Strom einsparen durch Herunterladen von Playlists, Serien oder Filmen, die mehrmals genutzt werden.
  • Adblocker aktivieren und somit stromfressende Werbungen vermeiden.
  • Das E-Mail-Postfach regelmäßig von Altlasten und Newslettern befreien und Rechenleistung einsparen.
  • Suchanfragen gering halten und grüne Suchmaschinen verwenden.
E-Auto Steckdose

Mobilität

Während der Corona-Pandemie stehen viele Pkws still und werden ab und zu mal für Einkäufe oder Ausflüge genutzt. Auch Busse und Bahn werden seltener verwendet. Erfahre hier mehr über die Auswirkungen auf die Umwelt durch unser Fahrverhalten.

Mit mehr als 54% sind Pkw und Krafträder am Energieverbrauch im Verkehr verantwortlich. Mit etwa einem Viertel ist der Flugverkehr betroffen. Allerdings werden durch den Verkehr nicht nur Treibhausgasemissionen verbraucht, sondern auch Lärm und der Ausstoß von Kunststoffpartikel verursacht sowie Flächen in Anspruch (Flächenversiegelung) genommen (UBA, BMVI (Hrsg.) 2020).

Mit einem Home Office-Tag in der Woche bei nur 25% der Arbeitnehmer in Deutschland, könnten pro Jahr 10,9 Milliarden Personenkilometer und somit 1,6 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente eingespart werden (Büttner, Breitkreuz; Greenpeace (Hrsg.) 2020).

Noch nicht genug?

Ist die Auswahl an Tipps und Informationen noch nicht ausreichend? Schreibe uns Deinen Beitrag an nap[at]hfwu.de oder über das Kontaktformular im Abschnitt "Kontaktieren Sie uns!".

Quellen

BUND Naturschutz München (Hrsg.) 2020: https://bn-muenchen.de/bund-naturschutz-gibt-tipps-zum-igelschutz-so-klappt-der-winterschlaf/

Umweltbundesamt (UBA) (Hrsg.) 2020: https://www.umweltbundesamt.de/presse/pressemitteilungen/verpackungsverbrauch-2018-weiter-gestiegen

Bundesregierung (Hrsg.) 2020: https://www.bundesregierung.de/breg-de/aktuelles/muell-zu-weihnachten-vermeiden-1701764

PEFC (Hrdg.) o.J.: https://pefc.de/fur-waldbesitzer/weihnachtsbaumkulturen/

Japanisches Umweltministerium (Hrsg.) o.J.: http://www.env.go.jp/en/focus/attach/060403-5.html

Deutsches CleanTech Institut (DCTI) (Hrsg.) 2015: http://www.dcti.de/fileadmin/pdfs_dcti/DCTI_Studien/Studie_Klimafreundlich_Einkaufen_WEB.pdf

Thünen-Institut (Hrsg.) 2019: https://www.lebensmittelwertschaetzen.de/fileadmin/Thuenen_Baseline/Nationale_Strategie/Baseline_bf.pdf

Regionale Netzstellen Nachhaltigkeitsstrategien (Hrsg.) 2015: https://www.nachhaltiger-warenkorb.de/themen/bio-aus-uebersee-pruefen/

Lisa Büttner, Anna Breitkreuz; Greenpeace (Hrsg.) 2020:https://www.greenpeace.de/sites/www.greenpeace.de/files/publications/2020-08-19_gpd_homeofficestudie_deutsch.pdf

Ofrieda (Hrsg.) o.J.: https://ofrieda.de/blogs/news/insekten-nachhaltig

UBA (Hrsg.) 2019: https://www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/376/publikationen/uba_fachbroschuere_digitalisierung_nachhaltig_gestalten_0.pdf

UBA, Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (Hrsg.) 2020: https://www.umweltbundesamt.de/daten/verkehr/umweltbelastungen-durch-verkehr#undefined

Klumpp, Dietmar 2018: https://www.swr.de/odysso/oekobilanz-des-internets/-/id=1046894/did=21791748/nid=1046894/1jsu4be/index.html

Annika Flately 2020: https://utopia.de/ratgeber/hausmittel-putzmittel-waschmittel/

Gabriel Augsbach 2020: Tourismus und Nachhaltigkeit.

Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) (Hrsg.) 2017: https://www.bmwi.de/Redaktion/DE/Publikationen/Tourismus/tourismuspolitischer-bericht.pdf?__blob=publicationFile&v=28

UBA (Hrsg.) 2020: https://www.umweltbundesamt.de/themen/wirtschaft-konsum/nachhaltiger-tourismus#bedeutung-des-tourismus