Datenbank zu Klimaschutzmaßnahmen

Vier Studenten der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt in Geislingen und aus dem 6. Semester Energie- und Ressourcenmanagement (Nachhaltiges Management - Energiewirtschaft) erstellen im Rahmen der Veranstaltung „Projekt und Seminar“ eine Sammlung über Klimabeiträge und -challenges. Diese Beiträge sollen Möglichkeiten aufzeigen, wie verschiedene Anspruchsgruppen, beispielsweise Unternehmen oder auch Privatpersonen, Beiträge zum Klimaschutz leisten können.
Ziel des Projektes ist, eine möglichst breit aufgebaute Datenbank über Möglichkeiten, Beiträge oder Maßnahmen zum Klimaschutz zu erstellen. Hier werden einige dieser Maßnahmen vorgestellt.

 

Handys liegen übereinander gestapelt

Unternehmen

Sie wollten schon immer wissen, wie sie als Unternehmen einen Beitrag zum Klimaschutz leisten können? Dann finden Sie hier ein paar interessante und kreative Anreize um ihre CO2-Bilanz zu reduzieren.

Generalüberholte Handys

Der Kauf von generalüberholten Handys spart nicht nur Geld, sondern auch CO2-Emissionen, da die Handys ähnlich wie bei Secondhand-Kleidung nicht erneut produziert werden müssen, sondern lediglich von Experten aufbereitet werden. Da viele Arbeitnehmer:innen mit Geschäftshandys ausgestattet sind, sind aufbereitete Handys eine gute Alternative zu Neuprodukte.
CO2-Einsparungen:
Neues Produkt: 70 kg CO2-Emissionen
Generalüberholt: 49 kg CO2-Emissionen

Quelle: https://www.refurbed.at/nachhaltigkeit/

 

Energie sparen am Arbeitsplatz

Der NABU gibt einige Tipps und Tricks für einen klimafreundlichen Umgang am Arbeitsplatz. Unter anderem sind Grafikkarten nicht für Computer notwendig, an denen normalerweise Texte geschrieben und bearbeitet werden. Denn Grafik- und Soundkarten benötigen auch bei nicht voller Auslastung, viel Energie. Neben dem Computer sollten außerdem andere elektrische Geräte, nach der Arbeit und auch in der MIttagspause abgeschaltet und nicht im Standby-Modus gehalten werden.

Quelle: https://www.nabu.de/downloads/energie_sparen.pdf

 

Wechsel zu Ökostrom

Für Unternehmen, die eigentlich Ökostrom beziehen, besteht die Gefahr nicht ausschließlich grünen Strom zu beziehen. Der BUND rät aus diesem Grund, den Stromanbieter zu überprüfen. Der BUND und andere Umweltorganisationen unterstützen das »Grüne Strom Label«, welches nur Anbieter haben, die in erneuerbare Energien investieren. Das Label orientiert sich an höchsten Umweltstandards und erleichtert Verbraucher:innen somit die Auswahl des Stromanbieters.

Quelle: https://www.bund.net/bund-tipps/detail-tipps/tip/zu-oekostrom-wechseln/

Holzstapel im Wald

Vereine und Verbände

Für Ihren Verein suchen Sie in spannendes Projekt um CO2-Emissionen zu reduzieren? Dann sind Sie hier genau richtig: Hier finden Sie zahlreiche Projekte rund um das Thema Klimaschutz, die vielleicht für Ihren Verein in Frage kommen.

Räume schaffen für Natur und Umweltbildung

Räume schaffen für Natur und Umweltbildung“ ist ein Projekt des Deutschen Alpenverein Landesverbands Baden-Württemberg e.V. (DAV). In dem Projekt werden Außenbereiche von Kletterhallen ökologisch umgestaltelt und andprechende Aktivitätszentren für Natur- und Nachhaltigkeitsthemen entwickelt. AM Kletter- und Boulderzentrum Karlsruhe soll auf der Dachterrasse ein ökologisch wertvoller Lebensraum für Bienen und andere Insekten entstehen und Trainierende zum Erholen einladen. In Tübingen will die Jugend des DAV auf der 900 Quadratmeter großen Fläche, die an die Kletter- und Boulderhalle in Tübingen angrenzt, aufzeigen, wie sich insektenfreundliche Begrünung mit Trainings- und Aufenthaltsflächen verbinden lässt.

Quelle: https://www.alpenverein-bw.de/index.php/24-naturschutz/361-dav-projekt-gewinnt-lsv-nachhaltigkeitswettbewerb

Mobilität und softwarebasierte Wegstreckenoptimierung

Der Handballverband Württemberg e.V. hat sich mit den weiten Anfahrtswegen von Schiedsrichtern auseinandergesetzt. Zusammen mit der Dualen Hochschule Baden-Württemberg arbeitet der Verband an einer Software, die möglichst viele Kilometer durch eine Wegstreckenoptimierung vermieden werden sollen. Das neue Programm soll als Open Source-Lösung anderen Institutionen im Sport kostenlos zur Verfügung stehen.

Quelle: https://www.nachhaltigkeitsstrategie.de/gesellschaft/vereine-und-organisationen/vereine

Gewässer. Wissen. Zukunft.

Mit dem Projekt „Gewässer. Wissen. Zukunft.“ schafft der Württembergische Landesverband für Tauchsport e. V. (WLT) ein Bildungsangebot um die Mitglieder für Biodiversität, Nachhaltigkeit und Klimawandel zu sensibilisieren. Mit einer Kombination aus zielgruppenspezifischen Bildungsmaterialien und digitalen Angeboten, möchte der Landesverband seine Mitglieder methodisch informieren.

Quelle: https://www.nachhaltigkeitsstrategie.de/gesellschaft/vereine-und-organisationen/vereine

Elektroauto wird geladen

Kommunen

Als Kommune wollen Sie natürlich attraktive Möglichkeiten für ihre Bürger:innen bieten. Aber wussten Sie, dass man attraktive Angebote für die Bürgerinnen und Bürger mit CO2-Einsparungs-Maßnahmen erfolgreich verknüpfen kann? Dann sehen Sie hier interessante Beiträge von Kommunen für Kommunen.

E-Autos für Bürgerinnen und Bürger

Der Fuhrpark der Stadt Lichtenau mit dem angeschlossenen Bauhof und den Stadtwerken Lichtenau stellt ihren Fuhrpark sukzessive auf Elektromobilität um. Das neue Mitarbeiterfahrzeug der Stadtwerke Lichtenau wird werktags zu dienstlichen Zwecken genutzt, steht aber an Wochenenden allen Bürgerinnen und Bürgern kosten- und emissionsfrei zur Verfügung. Der Ausleiher holt das Fahrzeug am Freitag um 12:30 Uhr ab und bringt es am darauffolgenden Montag um 8 Uhr zurück. Auf dem Betriebsgelände des Technologiezentrums für Zukunftsenergien kann überdies kostenfrei neu getankt werden.
CO2-Einsparung*:
CO2-Emissionen Kleinwagen Benzinmotor (10.000 km/a Verbrauch ca. 6L/100km) : 1,66 t/a
CO2-Emissionen E-Auto (kein Ökostrom, 10.000 km/a Verbrauch ca. 18 kWh) : 0,65 t/a

Quelle: http://www.lichtenau.de/42-Stadtinformation-Wirtschaft-Energie/617-Energiestadt-Lichtenau/430-Aktuelles/11748,Ein-Dorfauto-f%FCr-Lichtenau-%96-B%FCrger-k%F6nnen-vier-Monate-Elektroauto-kostenfrei-testen.html
*ausgehend von einem durchschnittlichen deutschen Haushalt mit ca. 11.17 t/a

Ausbau von Fahrradwegen

Entlang der stillgelegten Bahntrasse zwischen Kleve und Kranenburg, die zurzeit im Draisinenverkehr touristisch genutzt wird, entsteht eine durchgängige und direkt geführte Radwegeverbindung unter Berücksichtigung aller klimaschutz- und radverkehrsrevelanten Aspekte. Die "Europa-RadBahn" eignet sich zur überregionalen grenzüberschreitenden Verbindung der Städte Nijmegen und Kleve.
CO2-Einsparungen*: 139 Gramm pro Kilometer CO2-Äquivalent bei 5 kg je Strecke zur Arbeit: 310 kg pro Jahr

Quellen: https://www.energieagentur.nrw/klimaexpo/europa-radbahn_kleve-kranenburg__grenzenlos_fietsen
https://www.quarks.de/technik/mobilitaet/darum-ist-es-so-sinnvoll-in-der-stadt-mit-dem-fahrrad-zu-fahren/
*ausgehend von einem durchschnittlichen deutschen Haushalt mit ca. 11.17 t/a

Bioenergie Kommune

In Willebadessen kann überschüssige Wärme von insgesamt sechs Biogasanlagen, mit einer elektrischen Gesamtleistung von 3,3 Megawatt, rund 1,5 Millionen Liter Heizöl ersetzen. Dazu kommen mehrere Heizwerke auf Basis von Holzhackschnitzeln, 183 Holzzentralheizungen für Pellets, Hackschnitzel und Scheitholz sowie etwa 2.000 kleinere Holzöfen. Außerdem werden insgesamt 616 Photovoltaik- und viele Solarthermie-Anlagen betrieben, die oft in Systemkombination mit Holzheizkesseln arbeiten.
Für die kommenden zehn Jahre hat man sich in Willebadessen vorgenommen, den Wärmebedarf zu mindestens 80 Prozent regenerativ zu erzeugen. Bei der Stromerzeugung ist man bereits einen Schritt weiter: Mehr als 300 % des benötigten Strombedarfs werden in Willebadessen „grün“ produziert. Der Überschuss wird in das öffentliche Energienetz eingespeist.

Quelle: https://www.klima-log.de/projekt/stadt-willebadessen-der-weg-zur-bioenergie-kommune

Gemüse liegt auf einem Tisch

Schulen

Schulen sind maßgeblich Treiberinnen für die Zukunftsentwicklung unseres Landes. Daher ist es essentiell und unabdingbar, das Thema Klimaschutz auf den Lehrplan zu setzen. Hier finden Sie interessante Beitrage wie man den Unterricht und das Thema Klimaschutz spannend miteinander in Berührung bringen kann.

Veggie-Day einführen

Die Idee: Mindestens einen Tag in der Woche statt Fleisch ein komplett vegetarisches Angebot in der Schulkantine anbieten. Das sorgt zu einem dafür, dass die Schüler sich bewusster und gesünder ernähren und außerdem ist dafür gleich etwas gutes für das Klima getan. Weniger Fleischkonsum sorgt indirekt für weniger CO2 Emissionen. Denn Schülern wird hiermit bereits in jungen Jahren das Thema »Gesunde Ernährung« mit Klimaschutz in Verbindung gebracht.

CO2-Einsparung*:
Pro Kilo Rindfleisch 13,3 Kilo CO2-Emissionen
Pro Jahr bei 60kg Fleisch pro Person: 798 kg

Quelle: https://www.greenpeace.de/themen/landwirtschaft/fleischeslust-was-das-stuck-lebenskraft-tatsachlich-kostet
*ausgehend von einem durchschnittlichen deutschen Haushalt mit ca. 11.17 t/a

 

Aktionen „Zu Fuß zur Schule“ und „Autofreie Schule“

Durch den Aktionstag "Zu Fuß zur Schule", der Ende September vom Verkehrsclub Deutschland und dem Deutschen Kinderhilfswerk ausgerufen wird, sollen Schülerinnen und Schüler dazu ermuntert werden, zu Fuß oder mit dem Fahrrad zur Schule zu kommen. Lehrkräfte und Eltern sollen sich dabei ebenfalls beteiligen und das Auto stehen lassen. Der Tag lässt sich mit der Aktionswoche "Autofreie Schule" kombinieren.

Quelle: https://bildungsserver.hamburg.de/contentblob/2994484/12d8db217881f3a5c74af576a92ccd37/data/pdf-handbuch-klimaschutz-an-schulen-50-tipps-2015.pdf

Klassenfahrten und Reisen klimafreundlich planen

Klassenfahrten werden meistens bereits klimafreundlich mit Bus und Bahn unternommen. Um Klassenfahrten noch klimafreundlicher und aktiv zu gestalten, wäre es möglich Bus- und Bahnreisen mit Radtouren und Wanderungen zum Zielort zu kombinieren. Auch die Zielorte können auf ihre Klimafreundlichkeit überprüft werden.

Quelle: https://bildungsserver.hamburg.de/contentblob/2994484/12d8db217881f3a5c74af576a92ccd37/data/pdf-handbuch-klimaschutz-an-schulen-50-tipps-2015.pdf

Fahrräder stehen in Radständern

Organisationen

Es gibt eine Vielzahl an Initiativen und Organisationen, die sich mit Nachhaltiger Entwicklung und Klimaschutz auseinandersetzen. Eine weitere Möglichkeit für Organsationen intern klimafrendlich zu agieren, ist das Stadtradeln.

Stadtradeln

Über 21 Tage hinweg werden beim Stadtradeln gefahrene Fahrradkilometer (Arbeitsweg, aber auch private Touren) gezählt. Dabei können sich auch Gruppen zum Beispiel von Unternehmen, Vereinen oder Organisationen anmelden und sich mit anderen Gruppen vergleichen. Am Ende werden herausragende Leistungen durch Belohnungen geehrt. Diese Challenge dient dazu Unternehmen, Organisationen und auch Privatpersonen auf das Thema Klimaschutz aufmerskam zu machen und ist zugleich eine freundliche gesundheitliche Option sich fit zu halten.

CO2-Einsparung*: 139 Gramm pro Kilometer CO2-Äquivalent bei 5 kg je Strecke zur Arbeit: 310 kg pro Jahr

Quelle: https://www.stadtradeln.de/home
https://www.quarks.de/technik/mobilitaet/darum-ist-es-so-sinnvoll-in-der-stadt-mit-dem-fahrrad-zu-fahren/
*ausgehend von einem durchschnittlichen deutschen Haushalt mit ca. 11.17 t/a

Plastikmüll hängt in einem Strauch

Haushalte

Allein in Deutschland gibt es über 40 Millionen Haushalte. Wenn jeder dieser Haushalte einen kleinen Beitrag für den Klimaschutz beitragen würde, wäre bereits ein Vielfaches an CO2-Emissionen eingespart. Wie Haushalte in wenigen Schritten erfolgreich einen Beitrag dafür leisten können, sehen Sie hier in ein paar Beispielen.

Plastikmüll vermeiden

Wiederbefüllbare Flaschen sind eine gute Alternative für unterwegs. Dabei gibt es mittlerweile unterschiedliche Modelle, ob aus Edelstahl oder Glas. Auch der Salat oder die Nudeln für die Mittagspause im Büro, können Zuhause vorbereitet und in der Brotdose mitgenommen werden. Durch den Gang auf den örtlichen Markt, können außerdem Verpackungsmüll für Obst und Gemüse sowie weite Anfahrtswege vermieden werden. Einzelhändler bieten auch bereits unverpackte Lebensmittel an.
Außerdem: Ab Juli 2021 werden viele Einweg-Plastikprodukte verboten, darunter auch Lebensmittelbehälter aus Styropor.
CO2-Einsparung*: 3.453 kg pro Tonne CO2-Äquivalent

Quelle: https://www.bund.net/bund-tipps/detail-tipps/tip/plastikmuell-vermeiden/
*ausgehend von einem durchschnittlichen deutschen Haushalt mit ca. 11.17 t/a

Klimabewusste Ernährung

Ein hoher Fleischkonsum belastet das Klima. Um europäische Tierhaltung möglich zu machen, werden beispielsweise in Südamerika Flächen für den Futteranbau gerodet, und so stehen diese Flächen den Anwohner:innen nicht mehr zur Verfügung. Das führt zu Vertreibung und Hunger, um den europäischen Fleischmarkt zu sättigen. Ebenso ist die Biodiversität gefährdet, bestehen Ackerflächen nur noch aus Monokulturen.
Würden wir den Fleischkonsum halbieren, könnte die gesamte landwirtschaftliche Fläche auf Ökolandbau umgestellt werden. Zudem würden wir mit weniger Fleisch und mehr frischem Obst und Gemüse gesünder leben.

Quelle: https://www.bund.net/bund-tipps/detail-tipps/tip/gesunde-ernaehrung-hilft-auch-dem-umwelt-und-klimaschutz/

LED-Lampen

Rund zehn Prozent der Stromkosten eines Haushalts entstehen durch Beleuchtung. Werden Lampen und Leuchten mindestens der Energieeffizienzklasse A verwendet, können die Stromkosten für die Beleuchtung um bis zu 85 Prozent gesenkt werden. LED-Lampen bringen außerdem noch die Vorteile, dass sie quecksilberfrei sind und eine sehr lange Lebensdauer haben.

Quelle: https://www.energieagentur-ebe-m.de/News/370/LED-Lampen---gut-frs-Klima-und-Ihren-Geldbeutel

Energiechallenge

Zehn schnelle Tipps auf einem Blick für die eigene Wohnung: